Chicorée-Tarte

Zugegeben, das Gemüse-Regal beim regionalen Gemüseladen war schonmal üppiger gefüllt, aber das hat der Winter wohl so an sich. Und Wintergemüse finde ich auch nicht minder lecker wie das saisonale Gemüse der anderen Jahreszeiten. Nur mit Chicorée wusste ich bisher nicht viel anzufangen, mir hat wohl das richtige Rezept gefehlt. Nachdem ich die letzte Zeit immer wieder vor der Kiste mit dem Chicorée stand und leider nicht wusste, was ich damit anstellen sollte, war ich richtig froh, als ich im aktuellen Servus-Magazin (Ausgabe 2/2014) das Rezept für die Chicorée-Tarte entdeckt habe.Und beim nächsten Besuch im Gemüseladen sind dann gleich ein paar hüsche kleine Chicorées in den Einkaufskorb gewandert um sich zu Hause in dieser leckeren Tarte zu beweisen. Und es ist ihnen gelungen! Meine Chicorée-Hemmschwelle wurde gesenkt und den gibt es ab jetzt wohl öfters mal.

Vielleicht habt Ihr noch ein Rezept, dass Ihr mir empfehlen könnt? Lasst mal hören!

Jetzt stelle ich euch hier aber erstmal die leckere Tarte mit Mürbteig-Boden vor.

Chicoree-Tarte

Chicorée-Tarte
(für eine Form mit 24cm Durchmesser)

Zutaten:
250g Mehl
1/2 TL Salz
125g kalte Butter
1 Ei

4-5 Chicorée300ml Orangensaft
1 TL brauner Zucker
250g Creme fraîche
2 Eier
2 Eigelb
1 EL gehackte Kräuter (ich hab TK-Gartenkräuter genommen)
60g Blauschimmelkäse
Salz, Pfeffer
trockene Hülsenfrüchte zum Blindbacken

1. Gib das Mehl zusammen mit dem Salz, der Butter in kleinen Stückchen und dem Ei in eine Schüssel und verknete sie rasch zu einem Mürbteig und stelle diesen mindestens 30 Minuten kühl.

2. Heize dann den Backofen auf 200° C Umluft vor. Rolle den Mürbteig gleichmäßig aus, der Teig sollte ca. einen Durchmesser von 30cm haben. Kleide dann damit eine gefettete Form aus, steche den Teig mehrmals ein, decke ihn mit Backpapier ab und gib die trockenen Hülsenfrüchte zum Blindbacken darauf. Backe den Teig dann für 15 Minuten, nimm dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier heraus und backe den Teig wür weitere 5 Minuten. Nimm die Form dann auf den Ofen, reduziere die Temperatur auf 170° C und lass den Teig auskühlen.

3. Wasche den Chicorée und steche ihn mehrmals ein (ich hab hierzu den „Kartoffel-Piekser“ genommen). Lasse den Chicorée dann im Ganzen in dem Orangensaft und braunen Zucker zugedeckt für 10 Minuten schmoren und im Anschluss etwas auskühlen.

4. Verrühre die Creme fraîche mit den Eiern, dem Eigelb und den Kräutern und würze die Masse mit Salz und Pfeffer.

5. Halbiere den Chicorée längs und entferne den Strunk. Gib dann die Creme auf den gebackenen Teig und verteile die Chicorée-Hälften darauf. Backe die Tarte dann für ca. 20 Minuten, gib dann den Blauschimmelkäse in kleinen Stückchen darauf und backe sie für weitere ca. 10 Minuten.

Und schon ist sie fertig. Zugegeben, für ein schnelles Abendessen unter der Woche nach der Arbeit ist das Rezept nicht so geeignet, weil es doch ein bisschen braucht, bis die Tarte fertig ist. Aber man könnte auch gut schon am Vortag vorarbeiten und den Mürbteig ggf. schon backen und die Creme anrühren. Dann sind es nur noch ein paar Arbeitsschritte 🙂

 

Französische Apfel-Tarte

Unser heutiges Sonntagssüß war schnell gemacht, suuuper lecker, knusprig, fruchtig und genauso schnell, wie es gebacken war, war es auch schon wieder verputzt 🙂 Das wird es jetzt öfters geben!

Das Rezept stammt aus dem Buch „Myriams Kuchen, Tartes& Co.“ von Myriam Zumbühl, erschienen im AT-Verlag, welches ich euch am Mittwoch hier auf dem Blog noch genauer vorstellen werde.

Heute gibt es erstmal das Rezept für euch, welches ich im Großen und Ganzen genauso aus dem Buch übernommen habe. Nur bei der Wahl des Blätterteigs habe ich mich für die Vollkorn-Variante entschieden, die mir fast ein bisschen besser schmeckt als der „normale“ Blätterteig. (Vollkorn-Blätterteig gibt es übrigens tiefgefroren in den meisten Biomärkten.)

Apfeltarte mit Blätterteig

Französische Apfel-Tarte

Zutaten:
300g Blätterteig (in meinem Fall Vollkorn)
2-3 EL Apfelmus (meines war mit Vanille verfeinert)
1 Ei
etwas Milch
4 Äpfel
5 TL Quitten-Gelee

Französische Apfel-Tarte

1. Lasse den Blätterteig ggf. auftauen und rolle ihn anschließend rund aus mit einem Durchmesser von ca. 30 cm. (Achtung: Blätterteig nie verkneten, sonst zerstörst du die einzelnen Schichten und er geht nicht mehr so blättrig auf.)

2. Gib den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und ritze den Blätterteig mit einem Abstand von 1 cm zum Rand rundum ein (dabei nicht bis unten durchschneiden!). Bestreiche dann den Rand mit dem Ei, das mit etwas Milch verquirlt wurde, und die Mitte der Tarte mit dem Apfelmus.

3. Heize den Backofen auf 180° C (Umluft) vor und kümmere dich dann um die Äpfel. Hierzu die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und dann in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden und diese dachziegelartig auf den Blätterteig legen. Am sinnvollsten ist es hierbei, wenn du mit der äußersten Reihe beginnst und dich nach innen vorarbeitest.

4. Lass die Tarte dann für ca. 20 Minuten im Ofen backen. Währenddessen kannst du das Quitten-Gelee mit ein wenig Wasser in einem kleinen Topf auf dem Herd erhitzen und wenn die Tarte fertig gebacken und der Boden schön knusprig ist, das noch warme Gelee über die Äpfel verteilen.

Wenn du es ein bisschen weniger süß magst, kannst du auch bei der Menge des Quitten-Gelees noch einmal etwas einsparen, ich fand es genau richtig so. Geschmacklich hat es mich an die Apfeltaschen vom Bäcker erinnert, die ich auch sehr gern mag 🙂 Und evtl. könnte ich mir zu einem ofenwarmen Stückchen der Tarte auch noch eine Kugel Vanilleeis gut vorstellen.

Französischer Apfelkuchen

Wintersalat mit Baby-Spinat

Salat geht immer, auch im Winter! Und Granatapfel gehört gerade zu meinen Lieblingen, vorallem zum Frühstück mit Naturjoghurt *schwärm*

Aber zurück zum Salat: Auf dem Stadtmarkt hat mich der Baby-Spinat und eine Wildkräutermischung angelacht und so sind beide in meinen Kob gewandert, dazu noch 2 Orangen und ein paar Frühlingszwiebeln. Zu Hause hat auf die bunte Obst-Gemüse-Kombo noch ein Büffelkäse im Kühlschrank gewartet und schon gings los, alle haben sich in einer Schüssel getroffen, dazu noch ein leckeres Salatsößchen und rasch auf den Tisch 🙂

Salat mit Orangen

Zutaten für 2 Personen:
ca. 3 Hände voll Baby-Spinat (ich habs nicht abgewogen…)
1 Hand voll Wildkräuter
2 Orangen
3 Frühlingszwiebeln
1/4 Granatapfel
30 ml Olivenöl (meins hat ein Orangen-Aroma)
30 ml Cranberry-Balsam-Essig
1 TL Dijonsenf
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Wunsch und Belieben+

Babyspinat Salat

1. Wasche den Babyspinat und die Wildkräuter, filetiere die Orangen, schneide die Fühlingszwiebeln in kleine Ringchen und löse beim Granatapfel die Kerne aus. Dann mische alles in einer großen Schüssel.

2. Für die Soße Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer und Gewürze vermischen und zum Salat geben.

3. Und schon ists fertig! Gut dazu würden sicherlich noch ein paar Walnüsse passen, die wurden bei uns allergiebedingt allerdings weggelassen.

Wintersalat

Ofengemüse nach Ottolenghi

Ich bin total verliebt in die Bücher und Rezepte von Yotam Ottolenghi. In den letzten Monaten ist zuerst „Genussvoll vegetarisch“ und zu Weihnachten auch noch „Jerusalem“ hier eingezogen und ich blättere in beiden regelmäßig und hab auch schon das ein oder andere ausprobiert.

Zeigen möchte ich euch heute das Ofengemüse aus Genussvoll vegetarisch, in meiner Version. Ein super einfaches Rezept, das zwar einige Zeit im Ofen braucht, sich für mich aber trotzdem für ein gutes Abendessen nach der Arbeit eignet. Heimkommen, Gemüse schnibbeln, ab in den Ofen, ein bisschen Hausarbeit erledigen und dann den Abend mit dem Essen ausklingen lassen. 🙂

SchmorgemüseZutaten für 2 Portionen:
2 Pastinaken
1 rote Zwiebel
1 Knolle frischer Knoblauch
60 ml Olivenöl
2 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
Salz und Pfeffer
1 große Süßkartoffel
1 Bio-Zitrone
1 Hand voll Cocktailtomaten
2 El Kapern
1/2 TL Ahornsirup
1/2 TL Dijonsenf
2 EL Olivenöl

Ofengemüse

1. Heize den Backofen auf 180°C vor. Schäle die Pastinaken und schneide sie in ca. 5 cm lange Stifte. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und achteln. Wasche den Knoblauch und schneide sie einmal quer durch. Gib alles zusammen in eine ofenfeste Form und vermische es mit 60 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin. Gib das ganze für 20 Minuten in den Backofen.

2. Währenddessen kannst du die Süßkartoffel waschen und in Spalten schneiden. Halbiere die Zitrone, schneide eine Hälfte davon ebenfalls in Spalten, die andere Hälfte wird ausgepresst. Wasche und halbiere die Cocktailtomaten und lege sie erstmal zur Seite.
Gib nach den 20 Minuten die Süßkartoffel-Spalten zum Gemüse im Ofen, vermische es gut und verteile die Zitronenspalten obendrauf. Lasse das Gemüse für weitere 45 Minuten im Ofen.

3. Wenn die Küchenuhr erneut klingelt, mische die Cocktailtomaten unter das Gemüse und lass es nochmal für 10 Minuten im Ofen rösten.
In dieser Zeit kannst du die Vinaigrette zubereiten. Hierzu den Zitronensaft, den zu aus der einen Zitronenhälfte ausgepresst hast, mit dem Ahornsirup, Dijonsenf, 2 EL Olivenöl, Salz und kleingeschnittenen Kapern vermischen.

4. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen, die Zitronenspalten entfernen und sofort mit der Vinaigrette übergießen, durchmischen und servieren.

Dazu passt gut ein Dip aus Joghurt mit Tahin (Sesammus). Das süßliche des Tahin passt gut zur zitronigen Vinaigrette auf dem Gemüse. 🙂

Weihnachtlicher Kuchen mit Rotwein und Birne

Im Vergleich zu den unzähligen Plätzchensorten (Elisenlebkuchen, Springerle, Zimt-Sahne-Plätzchen, Dominosteine, After-Eight Schoko-Minz-Sterne, Zebra-Mohn-Plätzchen, Omas Vanillekipferl, Baileys-Plätzchen und Schokoladenbrot), die ich letztes Jahr gebacken habe, geht es dieses Jahr mit 3 Sorten etwas ruhiger zu.

Für ein Advents-Kaffeekränzchen darf allerdings ein weihnachtlicher Kuchen, der so lecker saftig nach Glühwein schmeckt, nicht fehlen. In der Lust auf Genuss 9/2012 „Äpfel & Birnen“ habe ich diesen leckeren Rotwein-Birnen-Kuchen entdeckt und mich prompt in den rosa Rotwein-Zuckerguss verliebt. Schnell das Rezept auf meine Wünsche und meinen Vorratsschrank abgestimmt und schon ging es los!

Rotweinkuchen mit Birnen

Rotwein-Birnen-Kuchen
(ergibt eine große Kastenform oder eine Kranzkuchenform)

Zutaten:
100g Mandeln
250g weiche Butter
170g Mascobado Zucker
4 Eier
2 Birnen
100g gemahlene Mandeln
150g Mehl
1/2 TL Zimt
1 Msp gemahlene Gewürznelken
1 Pck Backpulver
125 ml Rotwein
125g Puderzucker
2-3 EL Rotwein zum Anrühren des Zuckerguss
Butter und gem. Mandeln für die Form

Birnen-Rotwein-Kuchen

1. Als erstes muss du die Mandeln „pellen“. Hierzu gibst du sie kurz in kochend heißes Wasser. Wenn sie lange genug im Wasser waren, kannst du die Mandel durch das drücken auf die Schale herausdrücken.

2. Wenn alle Mandeln gepellt sind, kannst du den Backofen auf 160° C vorheizen. Gib die Mandeln ohne Fett in eine Pfanne und röste sie, bis sie leicht braun sind. Nebenzu kannst du bereits die weiche Butter cremig schlagen und den Mascobado Zucker einrieseln lassen. Dann die Eier einzeln unterrühren und weiter aufschlagen.

3. Hacke die gerösteten Mandeln klein und schneide die beiden Birnen in kleine Würfelchen. Dann gemahlene Mandeln, Mehl, Zimt, Gewürznelken, Backpulver und die gehackten Mandeln mischen und abwechselnd mit dem Rotwein zu der Butter-Zucker-Eier-Masse geben.

4. Zum Schluss die Birnen unterheben und den Teig in die gefettete und mit gem. Mandeln ausgestreute Form geben und im Ofen 45 – 50 Minuten backen. Mache den Stäbchentest um festzustellen, ob er fertig ist (hierzu stichst du mit einem Holzspieß in den Kuchen, wenn beim herausziehen nichts mehr daran hängen bleibt, ist der Kuchen durchgebacken und somit fertig).

5. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, rühre aus dem Puderzucker und Rotwein einen Zuckerguss an und betreiche den Kuchen damit. Wenn du möchtest, kannst du z.B. auch noch ein paar Mandelblättchen darauf streuen.

6. Dann viele liebe Menschen einladen, den Vorweihnachtsstress für ein paar Stunden vergessen und den Kuchen sowie die gemeinsame Zeit genießen!

21. Dezember: Frühstückssause – Bratapfelschnecken

21. Dezember

Heute habe ich mal wieder ein Rezept in der Reihe „Frühstückssause“ für euch: Bratapfelschnecken! Vielleicht sehnt ihr euch auch schon ein bisschen nach der Zeit zwischen den Jahren, in der ihr es gemütlich angehen lassen könnt. Und vielleicht sind die Bratapfel-Schnecken ja ein gutes Rezept für ein gemütliches Frühstück oder als Begleitung zu einem gemütlichen Kaffee und einem guten Buch auf dem Sofa.

Zutaten:Apfel-Schnecken
300g Mehl
1/2 Pck Trockenhefe
1 EL Zucker
1/2 Pck Vanillepudding-Pulver
1 Prise Salz
150ml lauwarme Milch
50g weiche Butter
1 Ei

für die Füllung:
1 Apfel
50g Butter
3EL Mandelsplitter
2 EL Zimtzucker
1 Prise Nelken
1 Prise gemahlene Vanille

1. Mische die trockenen Zutaten für den Teig und verknete sie mit Milch, Butter und Ei zu einem geschmeidigen Hefeteig. Lass den Teig für mind. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen.

2. Während der Teig geht, kannst du den Apfel in kleine Würfelchen schneiden und in einem heißen Topf etwas „anschmoren“. Gib dann die Butter, Mandelspitter, Zimtzucker, Nelken und Vanille dazu und verrühre es gleichmäßig.

3. Heize den Backofen auf 170° C Umluft vor. Knete den Hefeteig nochmal kräftig durch und rolle ihn dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus. Bestreiche die Teigplatte mit der Füllung, schneide sie in gleich breite Streifen, rolle diese auf und stelle sie aufrecht in eine Backform (z.B. für Kastenkuchen).

4. Backe die süßen Schnecken für ca. 20 Minuten, lass sie etwas abkühlen und genieße sie!

Hefeschnecke mit Apfel

Bratapfel-Hefeschnecken

 

17. Dezember: Weihnachtspunsch

Zum Start in die letzte Woche vor Weihnachten habe ich heute wieder eine tolle Bloggerin hier zu Gast. Und zwar Heike vom Blog relleoMein, auf dem es nicht nur super lecker Rezepte gibt, sondern auch tolle D.I.Y.-Anleitungen und superhübsche Fotos. Und ich freue mich sehr, dass sie hier mit dabei ist! Übrigens hat sie auf ihrem Blog selbst auch einen Adventskalender, schaut doch mal bei ihr vorbei!
17. Dezember
Bei mir gibt es heute wieder Rezept für ein weihnachtliches Getränk. Diesmal ein alkoholfreies Rezept, das Du den lieben Autofahrern auf deiner Weihnachtsparty anstelle von Glühwein servieren kannst.
Weihnachtspunsch1
Zuerst kochst Du einen Liter starken schwarzen Tee. Dann presst Du ungefähr 6 Mandarinen aus, so dass Du 100 ml Mandarinensaft hast. Den Mandarinensaft, 80 ml Grenadinesirup, den Saft einer halben Zitrone, eine Zimtstange und 4 Nelken gibst Du zusammen mit dem schwarzen Tee in einen Topf und lässt alles eine Viertel Stunde bei kleiner Temperatur ziehen. Der Weihnachtspunsch sollte nicht mehr kochen, da er sonst bitter wird.
WeihnachtspunschRezept
Du kannst den Weihnachtspunsch auch verschenken, einfach drei Teelöffel schwarzen Tee in eines Tütchen füllen, die Nelken und den Zimt in ein anderes.  In eine kleine Flasche gibst Du den Grenadinesirup und den Saft. An die Flasche knotest Du die beiden Tütchen fest. Dann druckst Du dir das Rezept aus und fertig ist ein kleines Mitbringsel für die nächste Adventsparty.

15. Dezember: Gedeckter Apfelkuchen

15. Dezember

Guten Morgen ihr Lieben! Heute habe ich wieder ein Familienrezept für euch und zwar Omas bzw. Mamas Gedeckter Apfelkuchen. Er darf bei uns bei keiner Familienfeier fehlen und wird auch so immer gerne gegessen. Vor allem im Herbst und Winter sind Apfelkuchen eh unschlagbar!

Und vielleicht seid ihr ja gerade dabei, ein Advents-Sonntags-Kaffeekränzchen oder schon im Hinblick auf Weihnachten zu planen… Da kann ich euch den Kuchen nur empfehlen! Ob pur oder mit einem Klecks Sahne, er ist einer meiner absoluten Lieblingskuchen.

Apfelkuchen mit Mürbteig

Zutaten für eine 16cm Springform:
375g Mehl
4 gestr. TL Backpulver
190g Butter
120 Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 Ei
5-7 Äpfel (je nach Größe und wie hoch der Kuchen werden soll)
Zucker-Zimt-Gemisch

Gedeckter Apfelkuchen

1. Vermische das Mehl mit dem Backpulver und verbrösel es mit der Butter. Gib dann Zucker, Vanillezucker und das Ei hinzu und knete es zu einem geschmeidigen Mürbteig. Stelle den Teig kühl.

2. Währenddessen kannst du die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und sie dann entweder in kleine Stückchen schneiden, oder grob raspeln. Mische sie dann mit ausreichend Zucker-Zimt-Gemisch und lass sie ein wenig stehen, damit sie durchziehen können.

3. Heize den Backofen auf 160° C Umluft vor. Hol den Teig aus dem Kühlschrank und rolle die Hälfte davon, am besten auf einer Backmatte oder einem Backpapier, dünn aus. Schneide dann aus dem Teig in der Größe deiner Springform einen Kreis aus. Dies wird später der Deckel für den Kuchen. Leg ihn zur Seite und rolle den restlichen Teig aus. Mit dieser Teigplatte kleidest du dann deine Springform aus. Achte dabei darauf, dass der Rand überall ungefähr gleich hoch ist.

4. Gib dann die Äpfel hinein und dann kommt der Moment, der ein wenig Fingerspitzengefühl benötigt. Gib den Deckel jetzt vorsichtig auf den Kuchen. Dann kannst du noch am Rand, wenn etwas übersteht, das abschneiden und schon ist der Kuchen bereit für den Ofen. Backe ihn für ca. 30 Minuten, so dass er leicht gebräunt ist.

5. Dann nach Wunsch Sahne schlagen, den Kuchen mit Puderzucker bestäuben und sich auf der Kaffeetafel dann gleich ein Stückchen sichern, bevor sich alle anderen darauf stürzen 🙂

11. Dezember: Apfelbrot-Muffins

11. Dezember

Heute hab ich einen feinen weihnachtlichen Pausen-Snack für euch, der ganz nebenbei auch noch vegan ist 🙂
Ihr könnt das Rezept in einer Kastenform backen, ich habe mich dieses Jahr für Muffin-Förmchen entschieden, um mal eben eines der lecker-saftigen Muffins mitnehmen zu können und/oder an die lieben Kollegen im Büro zu verschenken.

Zutaten (für ca. 12 Muffins):Apfelbrot-Muffins
375g Äpfel mit Schale
100g Zucker
125g Trockenobst (z.B. Feigen, Aprikosen und Rosinen)
50g Haselnüsse
50g abgezogene Mandeln
1EL Rum
150g Mehl
1/2 TL Zimt
1 Msp gemahlene Nelken
1/2 EL Kakao
2 TL Backpulver

1. Raspel die Äpfel grob und mische sie mit dem Zucker. Lass das Gemisch für 6-8 Stunden ziehen.

2. Heize den Backofen auf 170° C Umluft vor. Dann gibst du das kleingeschnittene Trockenobst, Nüsse, Mandeln und Rum dazu. Vermische das Mehl mit Zimt, Nelken, Kakao und Backpulver und hebe die trockenen Zutaten unter die Masse.

3. Dann verteilst du das Gemisch auf die Muffinförmchen (oder eben in eine Kastenform) und bäckst es für 15-20 Minuten.

Mein Liebster fand, dass sie nicht so appetitlich aussehen (das hört man immer gerne als Bäckerin 😉 ), der Geschmack hat ihn dann aber überzeugt 🙂

Apfelbrot Muffins mit getrockneten Früchten

Früchtebrot-Muffins

10. Dezember: Kandierte Orangenschalen und Mini-Gugl mit Marzipan und Orangen

10. Dezember

Heute habe ich wieder eine wundervolle Bloggerin hier zu Gast. Die Liebe Persis von „Ein Keks für Unterwegs„. Ich folge ihrem Blog schon länger und bin immer wieder begeistert von den Rezepten (nicht nur Kekse). Deswegen freut es mich sehr, dass sie mich und den Adventskalender heute gleich mit 2 Rezepten beglückt 🙂

dezember_9_1

Ich habe diese Woche zwei wichtige Dinge gelernt: nutze Blogbilder niemals für einen visuellen AssoziationsTest. Wenn der Proband-Schrägstrich-Lebensgefährte Bildchen schaut und spontan mit: „weiblicher Gebirgsriese hält Napfkuchen“, „irgendein Gummikram von Haribo“ und „schick verpackte Urinprobe“ antwortet, stört das nämlich nicht nur den häuslichen Frieden, sondern auch das backspezifische Selbstbewusstsein.

Außerdem weiß ich jetzt: der Nikolaus ist Blogger, und ihm ging es offenbar auf den Stiefel, wenn ich mich in anderer Leute Blogs darüber beschwerte, dass ich keine Mini Gugl-Form besaß. Um zukünftigem Gejammere meinerseits aus dem Weg zu gehen, stopfte er mir also in der Nacht zum sechsten Dezember eine Backform in die frischgeputzten Doc Martens. Darüber freue ich mich natürlich wie doof; schließlich kann ich nun endlich bei den großen Mädchen mitspielen!

Für die standesgemäße Einweihung der Backform nahm ich kein Rezept aus dem mitgelieferten Buch, sondern griff zu Claudias Grundrezept und verwandelte es in einen fruchtigen Teig.  Geschmacksträger sind neben Marzipan nämlich kandierte Orangenschalen, die ich Anfang der Woche hergestellt habe. Die Schalen lassen sich kleingehackt prima für Kuchen verwenden und sind in Zucker gerollt und/oder in Schokolade gedippt (wenn wir Mr. Diabetes schon herausfordern, dann richtig) auch als Knabberei für zwischendurch geeignet. Als süße Dreingabe entsteht beim Kandieren ein stark konzentrierter Orangensirup, den ich persönlich am liebsten lecker in Tee wegschlürfe.

dezember_9_2

Kandierte Orangenschalen:

  • 3 sehr grosse Orangen in Bioqualität
  • 1,5l Wasser
  • 320g Zucker
  • 100g Kuvertüre
  • 100g Zucker zum Wälzen

Die Orangen schälen (es sollte kein Fruchtfleisch an der Schale sein) und die Schale von oben nach unten in dünne Streifen schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Orangenschalen hinzufügen und kurz blanchieren. In ein Sieb geben und kalt abwaschen. Den Topf leeren, erneut mit Wasser füllen und den Vorgang des Blanchierens noch weitere zwei Mal wiederholen.

1,5l Wasser mit den 300g Zucker zum Kochen bringen. Die Orangenschalen in das Wasser geben. Alles rund 1-1,5 Stunden bei geringer Hitze simmern lassen, bis die Schalen transparent aussehen. Etwas im Sirup abkühlen lassen, dann aus dem Topf herausholen, den Sirup mit den Fingern abstreichen und die Schalen in den restlichen 100g Zucker wälzen. Die gezuckerten Orangenschalen auf ein Kuchengitter legen und 24 Stunden trocknen lassen. Den Orangensirup nicht weggießen, sondern durch ein Sieb passieren und für anderweitige Zwecke im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag die Kuvertüre über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen und die Schalen zur Hälfte in die Schokolade tauchen. Auf Backpapier trocknen lassen und luftdicht verpackt im Kühlschrank lagern.

dezember_9_3

Mini-Gugl mit Marzipan und Orange:

  • 30g weiche Butter
  • 30g Zucker
  • 1 Ei
  • 40g Mehl
  • 2Tl Orangensirup
  • 1Tl Amaretto
  • 30g Marzipan
  • 1Tl Sahne
  • 40g kandierte Orangenschale
  • Ganache:
  • 50ml Sahne
  • 50g Zartbitter-Schokolade

Den Backofen auf 200° Ober/Unterhitze vorheizen. Die Gugl-Form einfetten und mit Mehl ausstäuben. Die Orangenschalen fein würfeln; dabei 18 Würfel für die Deko beiseitelegen. Das Ei mit der Butter und dem Zucker fünf Minuten mit den Schlagbesen eines Handmixers schaumig schlagen. Das Mehl unterrühren. Marzipan mit der Sahne in einem mikrowellengeeigneten Gefäß bei geringer Wattzahl zum Schmelzen bringen. Das weiche Marzipan glatt rühren, zusammen mit dem Orangensirup und dem Amaretto zum Teig geben und unterrühren. Zum Schluss die kandierten Orangenschalen unterheben. Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden und die Backform befüllen. Die Mini-Gugl ca. 12 Minuten backen, in der Form auskühlen lassen und dann herausholen.

50ml Sahne in einem Topf zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen und die in Stücke gebrochene Schokolade hinzufügen. Kurz stehen lassen, dann mit einem Löffel so lange rühren, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat. Den Topf für ca. 15 Minten zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen. Die Ganache mit den Schlagbesen eines Handmixers aufschlagen, bis sie heller und fester wird. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kleine Tupfen auf die Gugl setzen. Je einen Würfel kandierte Orangenschale auf die Ganache legen. Alles schnell auffuttern, bevor irgendwer bemerkt, dass man gebacken hat.