Zwetschgen-Mohn-Tartelettes

Huch, jetzt ist der Sonntag schon fast wieder vorbei und ich hätte es beinahe versäumt, euch das heutige Sonntagssüß zu zeigen.

Inspiriert vom Fräulein Cupcake, die neulich diesen tollen Mohn-Zwetschgen-Kuchen gebacken hat, gab es bei uns heute Zwetschgen-Mohn-Tartelettes. Die Zwetschgen-Saison ist ja leider schon fast wieder vorbei, ich muss mich jetzt beeilen, euch alle meine tollen Zwetschgen-Rezepte noch zu zeigen. Ich finde man sieht schon an den Fotos von heute, verglichen mit dem Zwetschgendatschi, den es letzten Monat gegeben hat, dass die Zwetschgen viel reifer, saftiger und somit eigentlich auch viel besser zum backen geeignet sind.

Also vielleicht lasst ihr euch ja von mir noch vom Zwetschgen-Fieber anstecken 😉 Falls ja, die Kombi mit Mohn kann ich seeehr empfehlen!

Mohn Zwetschgen Tartelettes

Zwetschgen-Mohn-Tartelettes
(ergibt 12 Stück)

Zutaten für den Teig:
300g Mehl
80g Zucker
150g Butter
1 Ei

Zutaten für die Füllung:
200ml Sahne
70g brauner Zucker
170g gemahlener Mohn
2 Eier
3 TL Rum
3 TL Paniermehl
1/2 TL Zimt
12 Zwetschgen (oder auch mehr)

Zwetschgentarte mit Mohn

1. Für den Mürbteig gibst du Mehl und Zucker in eine Schüssel und vermischt es. Dann gibst du die Butter in kleine Stückchen und das Ei dazu und verknetest es (am besten mit den Händen) zu einem geschmeidigen Mürbteig. Den Teig stellst du dann im Kühlschrank kalt, denn als nächstes gehts an die Mohnfüllung.

2. Dafür kochst du Sahne und braunen Zucker in einem Topf auf, gibst dann den Mohn dazu und lässt es noch einmal kurz kochen. Dann die Masse auskühlen lassen und währenddessen die Eier mit Rum, Paniermehl und Zimt in einer Schüssel verquirlen.

3. Wenn der Mohn soweit abgekühlt ist, dass das Ei nicht mehr stockt, kannst du ihn zur Ei-Masse geben und verrühren. Außerdem ist jetzt der Zeitpunkt, den Backofen auf 160° C Umluft vorzuheizen.

4. Dann den Mürbteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und mit Hilfe eines Trinkglases oder einer Schüssel Kreise ausschneiden und damit die Mulden eines gefetteten Muffinblechs auskleiden. Dann den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, dass die Luft unten drunter entweichen kann.

5. Gib dann die Mohn-Füllung hinein und setze obenauf eine aufgeschnittene, entkernte Zwetschge (du kannst natürlich auch mehr als eine drauf setzen 😉 ). Und schön können die leckeren Schätzchen in den Ofen und für ca. 15 Minuten backen. Und Tadaaaa!, fertig sind sie!

Mohn-Zwetschgen-Tartelettes

7. Dezember: Zebra-Mohn-Plätzchen

7. Dezember

Ich muss gestehen, heute fällt mir keine ordentliche Einleitung zum Rezept ein… Das liegt vielleicht auch daran, dass ich fleißig in der Küche bin, um euch bis Weihnachten noch leckere Sachen präsentieren zu können. Deswegen ohne große Worte ein Rezept für ein etwas anderes schwarz/weiß-Gebäck, die Zebra-Mohn-Plätzchen.

Schwarz-Weiß Gebäck mit Mohn

Zutaten (ergibt 1,5-2 Bleche):
175g Mehl
100g Butter
80g Zucker
1 Ei & 1 Eiweiß
50g gemahlener Mohn

Zebra-Mohn-Plätzchen

1. Verknete Mehl, Butter, Zucker und das Ei zu einem geschmeidigen Teig. Dann teilst du den Teig in 2 gleichgroße Hälften und knetest in eine Hälfte den Mohn mit hinein. Stelle beide Teige kühl.

2. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist, rollst du beide Teige gleich dick aus, bestreichst eine Teigplatte mit Eiweiß und gibst die andere Teigplatte darauf. Dann schneidest du die Platte in gleichmäßige Streifen und stapelst die Streifen aufeinander (dabei die Schichten immer mit Eiweiß einstreichen). Am Schluss hast du dann eine lange, eckige Stange. Diese packst du in Folie ein und legst sie nochmal in den Kühlschrank.

3. Wenn sie kalt ist, heizt du den Backofen auf 170° C Umluft vor, schneidest gleichmäßige Streifen ab, legst die auf ein Blech und bäckst sie, je nach dicke der Plätzchen 8-10 Minuten.

Und schon sind sie fertig, die Plätzchen mit den Zebrastreifen! 🙂

Mohn-Vanille Mini-Gugl und die Frage der Fragen: Bin ich eine Klischeehausfrau?

Ich muss zugeben, neulich war ich zum 1. Mal in meinem Leben Gastgeberin einer Tupperparty. Das ganze hab ich mehr aus Mitleid entschieden, als aus Überzeugung daran, Gastgeberin sein zu wollen. Aber auf der Party zu der ich eingeladen war, fehlte halt nur noch eine Buchung, damit der Mikrowellen-Dampfgarer in den Besitz der Gastgeberin über ging und nachdem ich es nicht übers Herz gebracht habe (oder manchmal ein zu großes Herz besitze?!) hatte ich schwups meinen Kalender gezückt und schon einen Termin vereinbart.

Und dann, Anfang September war es soweit: Gäste waren eingeladen, Wohnzimmer aufgeräumt, Tisch ausgezogen,… und die Tupperfrau rückte mit all ihren Taschen voller Schüsseln, Dosen, Behältern, Küchen-Helfern,… an. Der Abend wurde dann sehr nett, für mich als Gastgeberin ist das ein oder andere heraus gesprungen und ich war schockiert überrascht, wie oft ich mich bei Sätzen wie: „Oh ja, das hab ich auch!“ „Ich mach das immer so…“ „Dafür eignet sich am besten der…“ erwischt habe. Und ich wollte es genau wissen und habe, nachdem die Party vorbei war, mal meine Küchenschränke durchgesehen und es gibt nahezu keine Türe oder Schublade, die man öffnen kann, ohne dass man darin etwas von Tupperware findet. Von Sparschäler über Schüttelbecher bis hin zu Vorrats- und Gewürzdosen findet sich alles bei mir! Und wenn die Bestellungen von der Party eingetroffen sind, kommen noch ein paar Dinge dazu, unter anderem eine neue Küchenschere,…

Jetzt bin ich natürlich gespannt, gibt es in eurer Küche auch Tupperware? Und habt ihr schon Erfahrungen mit Tupperpartys? Habt ihr ein Lieblings-Produkt oder ist das für euch überteuertes Plastik?

Ach ja und natürlich sollte es für meine Gäste, neben den Leckereien, die die Tupper-Beraterin gemacht hat, auch noch etwas selbstgebackenes geben und was wäre da besser geeignet als die bezaubernden Mini-Gugl. Diesmal mit Mohn und Vanille, nach einem Rezept aus dem Buch „Feine Kuchenpralinen“.

Mohn-Vanille-Gugl
(ergibt 18 Stück)

Zutaten:
1 Vanilleschote
80g Butter
65g Puderzucker
2 TL Vanille-Likör
1 EL Zitronensaft
Zitronenschalenabrieb von einer 1/2 Zitrone
2 Prisen Salz
2 Eier (Größe M)
65g Grieß
30g Mehl
20g Dampfmohn

evtl. weiße Kuvertüre oder Vanille-Guss zum überziehen

1. Heize den Backofen auf 180° C (Umluft) vor und fette die Mini-Gugl Form.

2. Gib die Butter in einen Topf und erhitze sie zusammen mit dem Puderzucker. Währenddessen kannst du die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Wenn die Buttergeschmolzen ist, gib den Vanille-Likör, Zitronensaft, Zitronenschalen-Abrieb, Vanillemark und Salz dazu und verrühre es gut.

3. Als nächstes gibst du die Eier dazu und verrührst auch sie gut (vorsicht, solltest du die Masse davor sehr heiß gemacht haben, besteht die Gefahr, dass das Ei stockt (das passiert bei 70° C).

4. Dann noch Mehl und Grieß mischen, zu der Masse geben und zum Schluss noch den Dampfmohn unterrühren. (Dampfmohn könnt ihr übrigens in der Backabteilung kaufen.)

5. Und schon könnt ihr den Teig, am besten mit Hilfe eines Spritzbeutels oder Gefrierbeutels, in die Form füllen und die süßen Kleinen im Ofen für ca. 13 Minuten backen.

6. Wenn sie etwas abgekühlt sind, könnt ihr ihnen zum Schluss noch ein Mützchen aus weißer Schokolade oder wonach euch sonst ist, verpassen!

Die kleinen kommen bei den Menschen in meinem Umfeld immer super gut an und sind der Renner! So auch auf der Party 😉
Die Bilder hat diesmal übrigens mein kleiner Bruder gemacht, nachdem ich mal wieder etwas knapp dran war mit backen und die ersten Gäste schon da waren. Und so hat er sich dazu bereit erklärt, sich Dinge zusammen gesucht um sie richtig in Szene zu setzen und  fleißig fotografiert. Und ich finde, er hat das wirklich gut gemacht! Danke! 🙂