Rhabarberkuchen im Glas

Arianes Blog „Kulinarische Momentaufnahmen“ wird 4 Jahre alt und sie hat zur digitalen Party aufgerufen. Und natürlich kommt man auf eine Geburtstagsparty nie ohne Geschenk!

Rhabarberkuchen im Glas

Ich bringe (auch im Leben 1.0) gerne einen Geburtstagskuchen im Glas mit. Den kann das Geburtstagskind sich dann auch noch nach dem Geburtstag in aller Ruhe schmecken lassen und er geht nicht zwischen all dem Essen, dass es auf Geburtstagspartys eh meistens gibt, total unter. Ich hab euch hier ja auch schon Marmorkuchen und Rotweinkuchen im Glas gezeigt.

Und nachdem mich der Rhabarber so angelacht hat, ist er gleich mit den den Kuchen gehüpft, in der Hoffnung, dem Geburtstagskind eine Freude zu machen.

In diesem Sinne: Liebe Kulinarische Momentaufnahmen, herzlichen Glückwunsch zum 4. Geburtstag, auf viele weitere leckere Jahre!

Rhabarber-Rührkuchen

Rhabarberkuchen im Glas
(ergibt 3 Gläser)

Zutaten:
200 g Rhabarber (geschält und in kleine Stücke geschnitten)
1,5 EL Gelierzucker
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
2 Eier
40 g Butter
30 ml Milch
30 ml Likör 43
150 g + 1,5 EL Mehl
1,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g gehackte weiße Schokolade

Geburtstagskuchen im Glas

1. Vermische die Rhabarberstückchen mit dem Gelierzucker und 1,5 EL Mehl. Fette die Weckgläser gründlich mit Butter ein und streue sie mit Paniermehl aus. Heize den Backofen auf 180° C Umluft vor.

2. Rühre in einer Schüssel den Zucker mit Vanillezucker und den 2 Eiern schön schaumig (das braucht schon seine Zeit, bis die Masse richtig schön fluffig ist). Schmelze die Butter, verrühre sie mit der Milch und dem Likör und gib sie dann nach und nach zu der aufgeschlagenen Eier-Zucker-Masse.

3. Vermsiche das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz, gib es zum Teig und rühre es kurz und zügig unter. Zum Schluss kommt dann noch die Schokolade und die Rhabarberstückchen hinzu und werden nur kurz mit einem Teigschaber untergehoben.

4. Und schon kann der Teig in die Gläser gefüllt werden und für 25 – 30 Minuten im Ofen verschwinden. Ob der Kuchen fertig ist, findest du mit der Stäbchenprobe heraus. Dann die Gläser direkt heiß verschließen, so hält sich der Kuchen im verschlossenen Glas 2 – 3 Monate.

5. Jetzt kannst du dem Geburtstagskind deiner Wahl damit ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. (Oder sich selbst darüber freuen, wenn der spontane Kuchen-Jieper kommt und du nur zum Glas greifen musst)

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Ricotta-Zitronen-Tarte

Huch, der April ist so plötzlich vorbei gewesen, so schnell konnte ich garnicht schauen. Und hier war es mal wieder fürchterlich ruhig. Was ich in dieser Zeit gemacht habe: einiges gekocht und gebacken (um euch jetzt hoffentlich wieder regelmäßig Rezepte zeigen zu können), die Wohnung und den Keller entrümpelt (ich hatte das Bedürfnis nach etwas weniger von allem) und zuletzt am langen Mai-Wochenende das Wohnzimmer neu gestrichen, neue Lampen aufgehängt und auch hier ordentlich aussortiert.

Jetzt hoffe ich, dass die Ordnung lange so bleibt und bin bereit für einen tollen Frühling mit vielen leckeren fruchtig-frischen Rezepten.

Los gehts heute, passend zum „Ich backs mir…“-Aufruf von Claretti, mit einer zitronigen Ricotta-Tarte. Das Rezept stammt aus dem Buch „Myriams Kuchen, Tartes und Co.“ von Myriam Zumbühl.

Die Tarte ist wirklich zitronig frisch und war von der Familie schnell vernascht. Und das ideale Rezept, solange ich noch auf die Öffnung der Erdbeer-Felder warten muss.

Ricotta-Zitronen-Tarte

Ricotta-Zitronen-Tarte

Zutaten:
125 g Butter
140 g Zucker
3 Eier
250 g Mehl
1 Bio-Zitrone
350 g Ricotta
2 – 3 EL Pinienkerne
Puderzucker

Zitronentarte mit Ricotta

1. Vermische für den Teig die Butter mit 90 g des Zuckers. Gib dann 1 Ei und das Mehl hinzu und knete das ganze zügig zu einem geschmeidigen Teig. Stell den Teig für mind. 45 Minuten kühl.

2. Heize den Backofen auf 160° C Umluft vor. Rolle den Teig gleichmäßig aus und kleide eine gefettete Tarteform damit aus. Decke den Teig dann mit Backpapier ab und gib getrocknete Hülsenfrüchte darauf um den Teig blind zu backen. So kommt er dann für ca. 10 Minuten in den Ofen. Dann kannst du die Hülsenfrüchte samt dem Backpapier entfernen und den Boden noch weitere 5 – 10 Minuten backen, bis er goldgelb ist.

3. Währenddessen kannst du bereits die Zitronen-Füllung vorbereiten. Verrühre hierfür 4 EL Zitronensaft, die abgeriebene Schale der Zitrone und den Ricotta mit 2 Eiern und 50 g Zucker. Hole den Teigboden aus dem Ofen und lass ihn etwas abkühlen (sonst stockt das Ei, sobald du die Zitronen-Ricotta-Masse darauf gibst). Gib dann die Füllung auf den Boden und backe die Tarte für weitere 15 – 20 Minuten, bis die Füllung gestockt ist.

4. Vor dem Servieren kannst du die Tarte mit den Pinienkernen und/oder Puderzucker bestreuen. Ich habe die Pinienkerne zuvor mit dem Puderzucker vermischt und sie dann auf die Tarte gestreut.

Viel Freude mit diesem zitronigen Frühlings-Kuss!

Zitronentarte

Schokoladenkuchen: Reine de Saba

Als Ylva im September von diesem leckeren Schokoladenkuchen von Julia Child auf ihrem Blog berichtet hat und so dafür geschwärmt hat, war für mich vollkommen klar, den will ich auch! Und schwups, wanderte er auf meine Nachbackliste.

Und nachdem diese wesentlich schneller wächst als dass ich backen und vor allem essen kann, dauerte es eine ganze Weile, bis der Kuchen bei mir seinen großen Auftritt hatte und auf die Familien-Kaffeetafel wanderte. Und was soll man sagen: Suuuper Leeeecker! Und auch ein wenig schokoladig-mächtig 😉

Und deswegen lasse ich jetzt einfach die Bilder sprechen in der Hoffnung, euch damit den Mund ein wenig wässrig zu machen!

Reine de Saba

Reine de Saba
(ergibt eine kleine Springform mit 20cm Durchmesser)

Zutaten:
125 g Halb- oder Zartbitterschokolade
2 EL Rum
3 Eier
1 Prise Salz
110 g Zucker (+ 1 EL Zucker)
110 g Butter
50 g gemahlene Mandeln
etwas Bittermandel-Aroma
70 g Mehl

60 g Halb- oder Zartbitterschokolade
2 EL Rum
75 g Butter
Mandelblättchen

Franzoesischer Schokoladenkuchen

1. Lasse die 125 g Schokolade langsam über dem Wasserbad schmelzen. Gib dann vorsichtig die 2 EL Rum dazu.

2. Heize den Backofen auf 180° C Ober- Unterhitze vor. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß mit einer Prise Salz und einem EL Zucker steif. Stell das Eiweiß dann erstmal zur Seite und rühre in einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker schön cremig. Gib die Eigelbe nach und nach zu dem Butter-Zucker-Gemisch und schlage die Masse dabei gut weiter auf.

3. Gib dann zuerst die geschmolzene Schokolade und dann die gemahlenen Mandeln und das Bittermandelaroma hinzu.  Dann kommen werden Eiweiß und Mehl jeweils in kleinen Portionen unter den Teig gehoben. Hierzu nimmst du am Besten einen Teigschaber und bist ganz vorsichtig, dass möglichst wenig Luft aus dem Teig entweicht.

4. Gib den Teig dann in die vorbereitete (= gefettete oder mit Backpapier ausgelegte) Springform und backe das Ganze für ca. 25 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen und lasse den Schokoladenkuchen dann noch ca. 10 Minuten in der Form auskühlen.

5. Erst wenn der Kuchen komplett (!) abgekühlt ist, kannst du dich an die Zubereitung der Glasur machen. Ich habe mit dem Rösten der Mandelblättchen begonnen: Gib sie hierzu ohne Fett in eine Pfanne und lass sie auf kleiner bis mittlerer Stufe langsam anrösten. Dann geht es wieder an die Schokolade: Lasse sie langsam über dem Wasserbad schmelzen, nimm den Topf dann vom Herd und gib 2 EL Rum zur Schokolade. Danach kommt die Butter löffelweise hinzu. Rühre jeweils solange, bis sie sich komplett mit der Schokolade verbunden hat.

6. Wenn die Masse fertig ist, lass sie unter mehrmaligem Rühren abkühlen und gib sie dann auf den Kuchen. Zum Schluss kommen noch die, ebenfalls komplett (!) abgekühlten Mandelblättchen als Deko obenauf oder an den Rand und schon ist die kleine Sünde fertig!

Schokoladenkuchen Frankreich

Blaubeer-NY-Cheesecake mit weißer Schokolade

Ich weiß garnicht, was mich bisher immer davon abgehalten hat, einen New York Cheesecake zu essen, geschweige denn, selbst einen zu backen. Vielleicht waren es die Massen an Frischkäse, die den Kuchen zu einer Bombe machen?

Blaubeer-NY-Cheesecake

Jetzt, wo ich ihn probiert habe, kann ich nicht mehr verstehen, wie ich das so lange aufschieben konnte. Gut das meine Namensvetterin Carina von „…like a piece of New York Cheesecake“ anlässlich ihres Bloggeburtstags zu dem Event „I love New York Cheesecake“ aufgerufen hat und ich mich davon – erstaunlicherweise könnte man fast sagen – total angesprochen gefühlt habe. Und so wanderten Massen an Frischkäse (Wie gut, dass ich von Arla noch eine Packung Blaubeer-Frischkäse hatte, der schmeckt lecker, ein bisschen nach Fruchtzwerg, und durfte gleich mit hinein), Crème fraîche, Kekse und weiße Schokolade in meinen Blaubeer-NV-Cheesecake mit weißer Schokolade.

Blaubeer New York Cheesecake

Zutaten:
250 g (Vollkorn-/Hafer-)Kekse
75 g Butter
1 Prise Salz
150 g weiße Schokolade (ich hab eine genommen, die mit Mascobado gesüßt ist)
600 g Doppelrahmfrischkäse (ein Päckchen davon war der Arla Buko mit Blaubeeren)
200 g Crème fraîche
80 g + etwas Zucker
1 Vanilleschote
2 EL + 1 TL Stärke
4 Eier
1 Pck. TK-Blaubeere

NY-Cheesecake

1. Zerbrösel die Kekse sehr fein und verknete sie mit der weichen Butter und einer Prise Salz. Drücke die Masse in eine Springform und lass den Keksboden im Kühlschrank für eine gute halbe Stunde fest werden.

2. Verrühre den Frischkäse mit der Crème fraîche, 80g Zucker und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote. Gib die Schokolade in einer Schüssel über ein Wasserbad und lass sie dort langsam schmelzen. Währenddessen rühre 2 EL Stärke und dann jedes der 4 Eier einzeln unter die Frischkäse-Masse. Wichtig dabei ist, dass du ganz langsam und vorsichtig rührst, damit sich möglichst wenig Luftblasen bilden. Diese führen sonst später dazu, dass die Oberfläche des Kuchens im Ofen aufbrechen kann..

3. Heize den Backofen auf 150° C (am besten Unterhitze) vor. Gib die geschmolzene Schokolade zu der Frischkäsemasse und ziehe sie vorsichtig unter. Dann kommt die Masse auf den gekühlten Keksboden.
Wenn der Backofen vorgeheizt ist, kannst du deine Springform entweder gut mit Alufolie abdichten und in ein tiefes Backblech, dass 2-3 cm hoch mit Wasser gefüllt ist, stellen. Bei Carina findet sich aber auch noch eine andere Empfehlung. Es ist nicht wichtig, dass der Kuchen direkt im Wasserbad steht, man kann auch direkt über das tiefe, mit Wasser gefüllte Backblech die Springform auf ein Kuchengitter stellen. So bleibt die Form im trockenen und es besteht keine Gefahr, dass Wasser hinein läuft.

4. Backe den Kuchen so für eine Stunde (während dessen darfst du deinen Backofen nicht öffnen, damit dort ein schönes Dampfbad für den Kuchen entsteht). Danach muss dein NY-Cheesecake noch gut auskühlen (im Idealfall über Nacht). Für die Blaubeeren obendrauf habe ich ein Päckchen TK-Blaubeeren etwas antauen lassen, in einem Topf erhitzt, mit etwas Zucker gesüßt (jenachdem wie süß die Beeren sind) und dann 1 TL Stärke mit wenig eiskaltem Wasser angerührt und zügig unter die köchelnde Blaubeer-Masse gerührt. Wenn es dir danach noch zu flüssig ist, kannst du nochmal ein bisschen Stärke zum binden benutzen. Solltest du die Masse lieber etwas flüssiger haben wollen, fange zu Beginn mit einem halben TL Stärke an, du kannst immer nochmal binden.

5. Gib die Masse erst auf den Kuchen, wenn sie vollkommen abgekühlt ist. Und schon kannst du deinen NY-Cheesecake genießen. Ich fand ihn super und fürchte, diese Bombe wird es jetzt öfters mal geben.

 

Danke liebe Carina, dass du es geschafft hast, mich mit dem NY-Cheesecake-Fieber zu infizieren und vielen Dank für die vielen guten Tipps auf deinem Blog, die haben mir sehr weitergeholfen!
Und nicht zu vergessen: Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag!!!

 

Apfel-Blaubeer-Streuselkuchen

Ende Januar erschien schon im dritten Jahr in Folge eine wunderbare Ausgabe der Lecker Bakery. Und natürlich ist sie ganz selbstverständlich in mein Bücherregal eingezogen.

Und genauso wie die Lecker Bakery mittlerweile fast schon zur Tradition geworden ist, ist die Aktion „Wer backt mit?“, die Maria von Ich bin dann mal kurz in der Küche nach dem Erscheinen einer neuen Ausgabe veranstaltet. Und die Auswahl ist garnicht so einfach, denn es sind mal wieder viele leckere Rezepte darin. Meine erste Wahl fiel auf ein sehr fruchtiges Rezept für einen Apfel-Blaubeer-Knusperkuchen, der frisch und warm aus dem Ofen genauso gut schmeckt wie am zweiten Tag.

Obst-Streuselkuchen

Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack ein bisschen abgewandelt und dazu gab es bei uns für den Frische-Kick einen Honig-Quark, der den Kuchen wunderbar abgerundet hat.

Apfel-Blaubeer-Knusperkuchen

Apfel-Blaubeer-Streuselkuchen
(für eine Springform mit 24-26cm Durchmesser)

Zutaten:
225 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
60 g gemahlene Mandeln
250 g Dinkelmehl
60 g kernige Haferflocken
50 g brauner Zucker
40 g Mandelblättchen
150 g TK-Blaubeeren
1 kg Äpfel
2 EL Zitronensaft
2 EL Gelierzucker

Apfel-Heidelbeer-Knusperkuchen

1. Rühre 125 g Butter gemeinsam mit 50 g Zucker und dem Ei mit den Schneebesen des Handrührgeräts zu einer fluffigen Masse. Gib dann die gemahlenen Mandeln und 200g Mehl dazu, rühre es kurz unter und knete dann einen geschmeidigen Teig daraus. Stelle den Mürbteig für mindestens eine Stunde kühl.

2. In der Zwischenzeit kannst du die Obstfüllung vorbereiten. Lasse die Heidelbeeren in einem Sieb auftauen. Schäle die Äpfel und schneide sie in 1-2 cm große Stücke. Gib die Apfelstückchen zusammen mit 50 g Zucker und dem Zitronensaft in einen Topf und lasse sie 5 Min bei voller Hitze unter mehrmaligem Umrühren köcheln. Dann die Äpfel auskühlen lassen.

3. Für die Knusperkruste stellst du Streusel aus 100 g Butter, 50 g Mehl, braunem Zucker, Haferflocken und den Mandelblättchen her. Hierzu lässt du die Butter schmelzen, vermischst in einer Schüssel Mehl, braunen Zucker und Haferflocken und rührst die flüssige Butter darunter. Zum Schluss fügst du noch die Mandelblättchen hinzu.

4. Dann kannst du den Backofen auf 170° C Umluft vorheizen, den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen, gleichmäßig ausrollen und damit eine (gefettete) Spring- oder Tarteform auskleiden. Der Mürbteig-Rand sollte ca. 4 cm hoch sein. Gib dann ein Blatt Backpapier darauf und fülle die Form zum Blindbacken mit getrockneten Hülsenfrüchten. Backe den Teig so für 15 Minuten, entferne dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier und backe den Teig weitere 10 Minuten bis er goldbraun ist.

5. Vermische dann die abgekühlten Äpfel mit den Heidelbeeren und dem Gelierzucker und gib die Füllung auf den Mürbteig-Boden. Verteile dann die Streusel für die Knusperkruste gleichmäßig auf der Füllung und backe den Kuchen weitere 30 Minuten.

Mir hat er gleich aus dem Ofen noch warm gut geschmeckt. Dazu gab es, wie oben bereits geschrieben, einen Honig-Quark. Hierzu habe ich 250g Quark mit 3 EL Joghurt und 2 TL Honig verrührt.

Vielleicht seid ihr ja noch auf der Suche nach einem Sonntagssüß, dafür ist dieser Kuchen wunderbar. Aufs Sofa gekuschelt mit einem Tee und dazu Warmes Obst mit Knusper, was gibt es schöneres!

Fruchtiger Knusüer-Streusel-Kuchen

Blogg den Suchbegriff: „Matschiger Marmorkuchen“

Wenn man in der Blogstatistik bei den Suchbegriffen ein bisschen nachliest, findet man immer wieder interessante Begriffe… das haben sich auch Kitty Wu und Steffen von Feed me up before you go-go gedacht und anlässlich ihres 2. Bloggeburtstags zum Event „Blogg den Suchbegriff“ aufgerufen.

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Viele tolle Beiträge kann man auf ihrem Pinterest-Board schon begutachten und über manchen Suchbegriff kräftig schmunzeln.

Als ich bei mir mal ein bisschen in den Suchbegriffen geschmökert habe, bin ich relativ häufig über die Suche nach einem „Matschigen Marmorkuchen“ gestoßen. Marmorkuchen hat es bei mir zwar schon zweimal gegeben (hier und hier), matschig war allerdings keiner davon. Dafür ist mir sofort ein Mississippi Mud Pie eingefallen und die Idee war geboren, einen marmorierten Mud Pie zu backen. Wenn ihr jetzt weiter unten das Foto sehen werdet, fällt euch bestimmt gleich auf, dass da rein garnichts marmoriert ist. Daran bin allerdings nicht ich schuld, sondern der Kuchen ganz allein 😉 Ich hatte mir das toll vorgestellt, für die Füllung zweierlei Cremes vorbereitet, die ich dann schön abwechselnd in die Form gegeben habe um ein schön gestreiftes Muster zu bekommen. Dann schnell in den Ofen, auf die gestreifte Oberfläche zum Schluss das Topping obendrauf und beim anschneiden kam dann die Überraschung: Die Füllung war schön gleichmäßig braun… und mein Gesicht im ersten Moment ziemlich lang. Als wir den Kuchen dann aber auf den Tellern hatte und den ersten Bissen probiert haben war klar: Der absolute Hammer!!! Und deswegen präsentiere ich euch heute trotzdem hier das Rezept (den Schritt mit den 2 Cremes für die Füllung und dem abwechselnd in die Form geben lass ich aber weg…).

 

Mud Pie

Mississippi Mud Pie
(ergibt eine 18cm Springform)

Zutaten für den Teig:
100g Mehl
12g Kakao
25g Zucker
1 Prise Salz
60g Butter
1 Schuss kalten Espresso

Zutaten für die Füllung:
150g brauner Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Zucker
75g Butter
2 Eier
1 TL Zuckerrübensirup
150g Schlagsahne
15g Kakao
40g weiße Schokolade oder Kuvertüre
40g Zartbitterschokolade oder Kuvertüre

Zutaten für das Topping:
90g Zartbitterkuvertüre
80g Schlagsahne

Matschiger Marmorkuchen MudPie

1. Für den Teig: Mische Mehl, Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz in einer Schüssel und knete die Butter und einen Schuss kalten Espresso (nimm zuerst wenig, besser noch einmal nachschenken) ein zu einem geschmeidigen Mürbteig. Dann den Teig für ca. eine halbe Stunde kühl stellen.

2. Heize den Backofen auf 160°C Umluft vor, rolle den Mürbteig gleichmäßig aus und kleide damit eine 18cm Springform aus. Dann musst du den Teig für ca. 15 Minuten blindbacken. Hierzu deckst du den Teig mit einer Schicht Backpapier ab und beschwerst es mit getrockneten Hülsenfrüchten.

3. Währenddessen die Füllung zubereiten: Schmelze die Schokolade langsam über dem Wasserbad. Während das passiert, kannst du die Butter mit dem Zucker und Salz schaumig rühren und dann die Eier nach und nach dazu geben. Als Nächstes den Zuckerrübensirup, Schlagsahne und Kakaopulver unterrühren und ganz zum Schluss die geschmolzene Schokolade unter Rühren zu der Masse geben.

4. Wenn der Boden fertig gebacken ist, die Füllung drauf geben und zusammen noch einmal für ca. 35 Minuten backen (die Füllung bleibt dabei weich und wird erst im Kühlschrank fest). Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

5. Zum Schluss, nach dem Abkühlen, kommt das Topping obendrauf. Dazu erneut Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, dann etwas abkühlen lassen. Die Sahne leicht steif schlagen und unter die abgekühlte Schokolade heben. Das Topping auf den Kuchen geben und zum Beispiel mit weißen Schokoladensplittern verzieren.

Weihnachtlicher Kuchen mit Rotwein und Birne

Im Vergleich zu den unzähligen Plätzchensorten (Elisenlebkuchen, Springerle, Zimt-Sahne-Plätzchen, Dominosteine, After-Eight Schoko-Minz-Sterne, Zebra-Mohn-Plätzchen, Omas Vanillekipferl, Baileys-Plätzchen und Schokoladenbrot), die ich letztes Jahr gebacken habe, geht es dieses Jahr mit 3 Sorten etwas ruhiger zu.

Für ein Advents-Kaffeekränzchen darf allerdings ein weihnachtlicher Kuchen, der so lecker saftig nach Glühwein schmeckt, nicht fehlen. In der Lust auf Genuss 9/2012 „Äpfel & Birnen“ habe ich diesen leckeren Rotwein-Birnen-Kuchen entdeckt und mich prompt in den rosa Rotwein-Zuckerguss verliebt. Schnell das Rezept auf meine Wünsche und meinen Vorratsschrank abgestimmt und schon ging es los!

Rotweinkuchen mit Birnen

Rotwein-Birnen-Kuchen
(ergibt eine große Kastenform oder eine Kranzkuchenform)

Zutaten:
100g Mandeln
250g weiche Butter
170g Mascobado Zucker
4 Eier
2 Birnen
100g gemahlene Mandeln
150g Mehl
1/2 TL Zimt
1 Msp gemahlene Gewürznelken
1 Pck Backpulver
125 ml Rotwein
125g Puderzucker
2-3 EL Rotwein zum Anrühren des Zuckerguss
Butter und gem. Mandeln für die Form

Birnen-Rotwein-Kuchen

1. Als erstes muss du die Mandeln „pellen“. Hierzu gibst du sie kurz in kochend heißes Wasser. Wenn sie lange genug im Wasser waren, kannst du die Mandel durch das drücken auf die Schale herausdrücken.

2. Wenn alle Mandeln gepellt sind, kannst du den Backofen auf 160° C vorheizen. Gib die Mandeln ohne Fett in eine Pfanne und röste sie, bis sie leicht braun sind. Nebenzu kannst du bereits die weiche Butter cremig schlagen und den Mascobado Zucker einrieseln lassen. Dann die Eier einzeln unterrühren und weiter aufschlagen.

3. Hacke die gerösteten Mandeln klein und schneide die beiden Birnen in kleine Würfelchen. Dann gemahlene Mandeln, Mehl, Zimt, Gewürznelken, Backpulver und die gehackten Mandeln mischen und abwechselnd mit dem Rotwein zu der Butter-Zucker-Eier-Masse geben.

4. Zum Schluss die Birnen unterheben und den Teig in die gefettete und mit gem. Mandeln ausgestreute Form geben und im Ofen 45 – 50 Minuten backen. Mache den Stäbchentest um festzustellen, ob er fertig ist (hierzu stichst du mit einem Holzspieß in den Kuchen, wenn beim herausziehen nichts mehr daran hängen bleibt, ist der Kuchen durchgebacken und somit fertig).

5. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, rühre aus dem Puderzucker und Rotwein einen Zuckerguss an und betreiche den Kuchen damit. Wenn du möchtest, kannst du z.B. auch noch ein paar Mandelblättchen darauf streuen.

6. Dann viele liebe Menschen einladen, den Vorweihnachtsstress für ein paar Stunden vergessen und den Kuchen sowie die gemeinsame Zeit genießen!

Rote Beete – Schoko – Guglhupf

Ich liebe mutige Kombinationen und probiere in der Küche immer gerne ein bisschen aus. Umso außergewöhnlicher, umso lieber 🙂

Als ich letztes Jahr bei Green Kitchen Story über das Rezept für Decadent Beet & Chocolate Cake gestoßen bin, war klar, dass dieser Kuchen auf meine Nachbackliste muss. Und jetzt war es endlich soweit, nachdem es im regionalen Gemüseladen um die Ecke gerade frische Rote Beete gibt, hab ich sofort wieder an das Rezept gedacht und schon konnte losgebacken werden 🙂

Ich habe die doppelte Menge gemacht, um meine Guglhupf-Form voll zu bringen. Der Kuchen ist sehr schwer und wuchtig gewesen, aber eine größere Kaffee-Gesellschaft bringt auch diesen Kuchen klein 😉 Einziger Wehrmutstropfen: Mir ist der Schoko-Überzug mal wieder nicht gelungen… Ich bin wirklich am verzweifeln, alle Tipps zum temperieren von Schokolade hab ich schon durch, aber ich habe IMMER eine fleckige Glasur. Vielleicht hat jemand von euch ja noch einen Tipp für mich?

Dem Geschmack hat es aber zum Glück keinen Abbruch getan und so kann ich euch das Rezept nur weiterempfehlen, wenn ihr kräftigen, etwas herben Schokoladenkuchen mögt.

Rote-Beete-Kuchen

Rote Beete -Schoko – Guglhupf

Zutaten:
200 ml Sonnenblumenöl
250 ml Agavendicksaft (Sirup oder Honig geht auch)
100 g Zartbitterschokolade
500g rohe Rote Beete
6 Eier
750 g Mehl
4 TL Backpulver
10 EL Kakaopulver
Salz

Rote Beete

1. Heize den Backofen auf 160° C vor. Gib das Öl zusammen mit dem Agavendicksaft und der kleingebrochenen Schokolade in einen Topf une erhitze es langsam auf kleiner bis mittlerer Stufe, bis die Schokolade geschmolzen ist.

2. Schäle währendessen die Rote Beete und raspel sie klein. Gib sie dann zu der Schoko-Öl-Masse. Verquirle die Eier in einer Schüssel und gib sie ebenfalls zu der Masse.

3. Vermische die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Kakao und eine große Prise Salz) und hebe sie zügig unter die Rote Beete-Masse. Dann alles in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Backform füllen und ca. 45 Minuten backen.

4. Danach kannst du den Kuchen nach Lust und Laune verzieren, im eine Schoko-Glasur verpassen, mit Puderzucker bestäuben,…

Rote Beete Kuchen Stück

Augsburger Zwetschgendatschi

Unter dem Motto „Genuss aus Bayerisch-Schwaben“ läuft diese Woche die Themenwoche von Julia & Nicole und ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Nachdem es am Montag Schwäbische Kässpätzle, am Dienstag Bayerisch Creme und gestern Maultaschen gab, bin ich heute dran.

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Und was wäre da naheliegender als derZwetschgenkuchen aus der bayerisch-schwäbischen Hauptstadt, die liebevoll auch Datschiburg genannt wird? Und nachdem ich eh eine Freundin von Klassikern bin, freu ich mich, euch hier mein Datschi-Rezept zu präsentieren:

 

Augsburger Zwetschgendatschi

Augsburger Zwetschgendatschi
(ergibt ein Blech)

Zutaten:
400g Mehl
100g Zucker
1 Würfel Hefe
125ml Milch
1 Ei
80 g Butteretwas Zimt
1,5kg Zwetschgen

1. Gib das Mehl in eine Schüssel, mach in der Mitte eine Mulde. In die Mulde bröselst du dann die Hefe, gibst den Zucker dazu und gießt das ganze mit der lauwarmen Milch auf. Während die Hefe bereits beginnt zu gehen, verrührst du in einer kleinen Schüssel das Ei mit der weichen Butter und gibst etwas Zimt dazu.

2. Dann beginnst du, die Hefe-Mehl-Masse zu kneten und gibst nach einer weile, wenn die Masse zu trocken wird, die Ei-Butter-Mischung dazu und knetest es zu einem geschmeidigen Teig. Sollte er zu klebrig sein, gib einfach noch etwas Mehl dazu. Dann lässt du den Teig an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen.

3. In der Zwischenzeit kannst du die Zwetschgen vorbereiten. Ich schneide dazu immer 2 Hälften und schneide diese jeweils in der Hälfte nochmal ein, so dass du am Schluss lauter Viertel hast.

4. Wenn der Teig fertig gegangen ist, heize den Backofen auf 1800°C Umluft vor, knete den Teig nochmal durch und rolle ihn in Blechgröße aus. Gib dann die Zwetschgen in dichten Reihen auf den Teig und datsche (drücke) sie schön fest.

5.  Backe den Datschi auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten und lass ihn vor dem Servieren etwas auskühlen.

Zwetschgenkuchen

Mir persönlich schmeckt er am besten lauwarm und dick mit Zucker und Zimt bestreut. Und erinnert mich an Sommer im Garten meiner Großeltern. Denn da gehörte er einfach dazu! Entweder frisch, oder aufgetaut, denn Zwetschgendatschi kann man auch super einfrieren und schnell wieder auftauen!

Viel Spaß und guten Appetit bei meinem Genuss aus Bayerisch-Schwaben! Und schaut die nächsten Tage doch mal bei den Anderen vorbei:

Montag: Marie von Schätze aus meiner Küche
Dienstag: Sarah von Stilküche
Mittwoch: Nina von Schokobeeri
Donnerstag: Carina von Ina Mias Allerlei
Freitag: Johanna von My tasty little beauties
Samstag: Ramona von Frl. Moonstruck kocht!
Sonntag: Julia und Nicole von JuNi Lifestyle

Hier bin ich wieder, mit Kuchen im Gepäck!

Mittlerweile ist es mir schon fast ein bisschen peinlich, mich hier wieder zu melden, nachdem ich so lange geschwiegen habe…

In der Zwischenzeit hat sich hier auch so einiges geändert, aus Leckerschmeckerzuckerbäcker (einem nicht wirklich handlichen Namen) ist das kurze und knappe InaMia geworden und auch das Design hat sich mit einem neuen Header dem Namen angepasst.
Warum ich mich für einen neuen Namen entschieden habe? Zum einen war er, wie schon geschrieben, etwas zu lang und unhandlich, zum anderen möchte ich den Schwerpunkt meines Blogs weg vom backen, hin zu allem kreativen hin ausweiten. Ich stelle mir öfter mal ein kleines DIY, Berichte von meinen aktuellen Näh-Projekten, vielleicht auch mal die ein oder andere Shop-Vorstellung,… vor. Lasst euch überraschen!

Zur feierlichen Neu-Eröffnung habe ich natürlich auch einen kleinen Kuchen gebacken! Und zwar einen wunderbaren Blaubeer-Kuchen nach einem Rezept von Leila Lindholm. Es ist mein erstes Rezept aus einem Buch von ihr (das ich mir in der Bibliothek ausgeliehen habe) und ich bin sehr begeistert und glaube, ein Buch von ihr muss jetzt schnellstmöglich auch in mein Regal für immer einziehen 🙂

Aber jetzt stell ich euch erstmal meine, leicht abgeänderte Variation vor:Blaubeer-Tarte

Leilas Blaubeerkuchen (für 1 Tarte- oder Springform mit 28cm)

Zutaten:
240g Weizenmehl
30g Puderzucker
150g kalte Butter
1 Ei
375g Blaubeeren (TK oder frisch)
1 kleiner Apfel
300g Blaubeermarmelade
1,5 EL dunkler Balsamico-Essig
4 EL Speisestärke
75g Butter
75g Haferflocken
120g Zucker

1. Mische das Mehl mit dem Puderzucker und knete es gemeinsam mit der Butter und dem Ei schnell zu einem geschmeidigen Mürbteig. Stelle den Teig für mind. 30 Minuten kühl.

2. Heize dann den Backofen auf 160°C Umluft vor, rolle den Mürbteig aus und kleide damit die Backform aus. Stich den Teig mit einer Gabel mehrmals ein und backe ihn im Ofen für 10 Minuten vor.

3. Währenddessen kannst du den Apfel klein schneiden und in einer Schüssel mit den Blaubeeren, der Blaubeer-Marmelade, dem Balsamico-Essig und der Speisestärke mischen. In einer anderen Schüssel kannst du die Butter mit den Haferflocken und dem Zucker zu Streuseln kneten.

4. Dann füllst du die Blaubeer-Mischung in die Form mit dem vorgebackenen Mürbteig und gibst die Streusel obendrauf. Backe das ganze dann nochmal für 45-50 Minuten, bis die Blaubeer-Füllung fest geworden ist.

5. Jetzt kannst du den fruchtigen Kuchen genießen und an grauen Tagen wie heute: von der Sonne träumen!

Blaubeerkuchen Leila