Johannisbeer-Tarte. Mein Beitrag zu Leilas Backbuch auf Wanderschaft

Seit Mitte Mai reist das Buch „Backen mit Leila“ von Foodbloggerin zu Foodbloggerin und ist gerade bei mir zu Gast. Der Auftrag an die jeweilige Gastgeberin ist es, 1-2 Rezepte daraus nachzubacken, auf dem Blog zu präsentieren und die gebackenen Rezepte im Buch zu präsentieren.

Und dann heißt es schon wieder Abschied nehmen von der lieben Leila (das fällt mir wirklich schwer, finden sich doch sooo viele leckere Rezepte darin). Aber sowohl ich, als auch alle von euch, die jetzt neugierig sind, können dem Buch bei Betty von homemade and baked folgen. Sie hatte die tolle Idee und das Wanderbuch möglich gemacht. Liebe Betty, vielen Dank dafür! Ich habe wirklich viel Freude mit dem Buch gehabt!

Leilas Backbuch

Aber jetzt seid ihr sicherlich gespannt, für was ich mich entschieden habe! Und gleich vorneweg: Nachdem ich mich nicht für ein Rezept entscheiden konnte, bekommt ihr hier nächste Woche gleich nochmal ein Leila-Rezept zu sehen.

Aber heute erstmal *trommelwirbel* Johannisbeer-Tarte!

Johannisbeer-Tarte

Zutaten:
240 g Mehl
30 g Puderzucker
1 Prise Salz
150 g kalte Butter
1 Ei

3 Eier
200 g Quark (Halbfett-Stufe)
100 g Crème fraîche
80 g Zucker
100 g Marzipan (gerieben)
200g Johannisbeeren
1 Hand voll Mandelblättchen

Johannisbeer-Tarte mit Marzipan

1. Vermische das Mehl mit Puderzucker und Salz und krümel dann die kalte Butter zügig darunter. Gib dann das Ei und bei Bedarf noch 1/2 EL eiskalte Wasser dazu unt knete es zu einem geschmeidigen Teig. Stelle den Teig dann für mind. 30 Minuten kühl.

Johannisbeertarte

2. Für die Füllung vermischst du Eier, Quark, Crème fraîche, Zucker und das geriebene Marzipan (das lässt sich übrigens besonders gut reiben, wenn es gut gekühlt ist).

3. Heize dann den Backofen auf 160° C Umluft vor, rolle den Mürbeteig gleichmäßig aus und kleide eine gefettete Tarteform damit aus. Gib dann die Füllung hinein, die Johannisbeeren gleichmäßig obendrauf und zuletzt noch eine Hand voll Mandelblättchen.

4. Backe die Tarte dann für ca. 30 Minuten, bis die Füllung fest ist und sie eine goldgelbe Farbe bekommen hat.

Und schon kanns losgehen mit einem sommerlichen Kaffee-Plausch und einem leckeren Stückchen Tarte.

Johannisbeerkuchen

Johannisbeer-Scones

Scones sind etwas wunderbares, sie sind schnell gebacken, man kann sie super zum Frühstück servieren, aber auch auf einer nachmittäglichen Kaffeetafel. Und zum zwischendurch krümeln, wenn der Süß-Hijeper kommt eignen sie sich auch hervorragend. Ihr merkt schon, Scones sind eine absolute Gebäck-Allzweck-Waffe.
Und Achtung, festhalten, denn es kommt noch besser (ja, ich setze noch einen drauf!):
Scones eignen sich auch noch hervorragend, um verschiedene „Restchen“ an Obst, Nüsse, Trockenfrüchten,… zu verarbeiten. Oder sie an die jahreszeitbedingte Auswahl am Obstregal anzupassen.

Und so sind bei mir die frisch gepflückten Johannisbeeren direkt weiter in den Teig und dann in den Ofen gewandert. Das Rezept habe ich bei Cynthia Barcomi gefunden und angepasst.

Scones mit Johannisbeeren

Johannisbeer-Scones
(ergibt 8 kleine Scones)

Zutaten:
100 g Johannisbeeren
1 Ei
30 ml Buttermilch
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
170 g Mehl
50 g Zucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
45 g kalte Butter
etwas Zimt-Zucker zum Bestreuen

Johannisbeer-Scones

1. Zupfe die Johannisbeeren von den Stielen und wasche sie. Heize den Backofen auf 200° C Ober-Unterhitze vor.

2. Verquirle das Ei mit der Buttermilch und der Zitronenschale. Vermische in einer Rührschüssel das Mehl mit dem Zucker, Backpulver, Natron und Salz. Gib dann die Butter in kleinen Stückchen dazu und arbeite sie mit den Fingerspitzen vorsichtig ein, bis du eine krümelige Masse hast (sei dabei zügig, damit die Butter nicht warm wird). Rühre dann die flüssigen Zutaten kurz unter und gib die Johannisbeeren vorsichtig dazu (dass die Beeren möglichst ganz bleiben).

3. Gib den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte und forme mit den Händen einen Kreis mit 2-3 cm Dicke. Und nicht wundern, der Teig ist sehr klebrig.

4. Schneide den Teig dann in 8 gleichgroße Stücke, setze diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backe sie für ca. 14 Minuten im Backofen. Danach müssen sie noch kurz abkühlen und schon kannst du sei lauwarm (oder abgekühlt) genießen.

Cantuccini-Johannisbeer-Tiramisu

Ich habe euch ja vor einiger Zeit berichtet, dass ich mal wieder im Zeitschriftenladen meinen Geldbeutel nicht in der Tasche lassen konnte und zuschlagen musste und jetzt kam ich endlich dazu, etwas aus der Lecker Trattoria auszuprobieren. Ich muss gleich sagen, ich bin halt einfach eine Süße und so gab es keine Pasta, die der Hauptbestandteil des Heftes ist, sondern einen leckerschmecker Nachtisch!

Gleich auf der 1. Seite im Heft ist ein Rezept für Cantuccini-Tiramisu mit Erdbeeren zu sehen, das wirklich Appetit anregt und noch dazu ohne Alkohol und Kaffee zubereitet wird, somit kann es jeder und jede, ob groß oder klein, genießen. Ich habs ein bisschen abgewandelt, nachdem die Johannisbeeren gerade reif waren und mir die Mascarpone-Menge doch etwas hochgegriffen erschien 😉

Deswegen bekommt ihr hier jetzt meine Version, das:

Cantuccini-Johannisbeer-Tiramisu

Zutaten:
250g Mascarpone
250g Topfen (oder Quark)
150g Vanillejoghurt
100g Zucker
1/2 Zitrone (Saft)
400g Sahne
400g Cantuccini
ca. 250ml Orangensaft
500g Johannisbeeren
50g Zartbitter-Schokolade

1. Rühre aus Mascarpone, Topfen, Vanillejoghurt, Zucker und Zitronensaft eine geschmeidige Creme zusammen. Dann schlage die Sahne steif und hebe sie unter.

2. Wasche die Johannisbeeren und zupfe, bis auf ein paar zum dekorieren, alle Beeren von den Stielen ab.

3. Zum einschichten in die Form beginnst du mit einer Schicht Cantucchini, die zuvor kurz in Orangensaft getaucht werden (wirklich nur kurz tauchen, nicht einlegen).

4. Dann kommt ca. 1/3 der Creme darauf, dann die Johannisbeeren, dann wieder 1/3 der Creme, dann noch ein paar Cantuccini darauf verteilen und den Rest der Creme drauf geben.

5. Ich habs dann über nacht im Kühlschrank ziehen lassen (es reicht aber bestimmt auch kürzer) und kurz vor dem servieren dann mit gehackter Schokolade und Johannisbeeren verziert. Und schon ist es fertig, kein Hexenwerk aber es kam echt gut an 😉