Rote Beete – Schoko – Guglhupf

Ich liebe mutige Kombinationen und probiere in der Küche immer gerne ein bisschen aus. Umso außergewöhnlicher, umso lieber 🙂

Als ich letztes Jahr bei Green Kitchen Story über das Rezept für Decadent Beet & Chocolate Cake gestoßen bin, war klar, dass dieser Kuchen auf meine Nachbackliste muss. Und jetzt war es endlich soweit, nachdem es im regionalen Gemüseladen um die Ecke gerade frische Rote Beete gibt, hab ich sofort wieder an das Rezept gedacht und schon konnte losgebacken werden 🙂

Ich habe die doppelte Menge gemacht, um meine Guglhupf-Form voll zu bringen. Der Kuchen ist sehr schwer und wuchtig gewesen, aber eine größere Kaffee-Gesellschaft bringt auch diesen Kuchen klein 😉 Einziger Wehrmutstropfen: Mir ist der Schoko-Überzug mal wieder nicht gelungen… Ich bin wirklich am verzweifeln, alle Tipps zum temperieren von Schokolade hab ich schon durch, aber ich habe IMMER eine fleckige Glasur. Vielleicht hat jemand von euch ja noch einen Tipp für mich?

Dem Geschmack hat es aber zum Glück keinen Abbruch getan und so kann ich euch das Rezept nur weiterempfehlen, wenn ihr kräftigen, etwas herben Schokoladenkuchen mögt.

Rote-Beete-Kuchen

Rote Beete -Schoko – Guglhupf

Zutaten:
200 ml Sonnenblumenöl
250 ml Agavendicksaft (Sirup oder Honig geht auch)
100 g Zartbitterschokolade
500g rohe Rote Beete
6 Eier
750 g Mehl
4 TL Backpulver
10 EL Kakaopulver
Salz

Rote Beete

1. Heize den Backofen auf 160° C vor. Gib das Öl zusammen mit dem Agavendicksaft und der kleingebrochenen Schokolade in einen Topf une erhitze es langsam auf kleiner bis mittlerer Stufe, bis die Schokolade geschmolzen ist.

2. Schäle währendessen die Rote Beete und raspel sie klein. Gib sie dann zu der Schoko-Öl-Masse. Verquirle die Eier in einer Schüssel und gib sie ebenfalls zu der Masse.

3. Vermische die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Kakao und eine große Prise Salz) und hebe sie zügig unter die Rote Beete-Masse. Dann alles in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Backform füllen und ca. 45 Minuten backen.

4. Danach kannst du den Kuchen nach Lust und Laune verzieren, im eine Schoko-Glasur verpassen, mit Puderzucker bestäuben,…

Rote Beete Kuchen Stück

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1. Dezember: Glühwein-Mini-Gugl

Los gehts! Huh, was bin ich aufgeregt! Bis Weihnachten wartet hier jeden Tag ein feines Rezept oder eine DIY-Idee auf euch! Und für 5 Tage habe ich 5 Wunderbare Gast-Bloggerinnen gewinnen können, die sich dann bei Zeiten bei euch vorstellen werden.

Los gehts heute mit weihnachtlichen Mini-Gugln! Ich habe ja schon einige Sorten gebacken, sei es mit Mohn-Vanille, Triple-Choc, Kirsch-Mandel oder Himbi-Amaretto. Von Anfang an ein Dorn im Auge war mir dabei die Silikon-Backform (die sich von Gebrauch zu Gebrauch auch immer mehr verändert hat, Flecken bekommen hat,…). Und nachdem ich eine Überzeugte Anhängerin der Mini-Gugl geworden bin, musste jetzt eine Metall-Form her.
Und ihren ersten, erfolgreichen Einsatz hatte sie dann gleich, kaum von der Post geholt, für diese feinen weihnachtlichen

Glühwein-Mini-Gugl
(ergibt 24 Mini-Gugl oder Mini-Muffins)

Zutaten:
100g weiche Butter
100g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
100g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kakao
1/2 TL Lebkuchengewürz
1 Msp Nelken
50ml Rotwein
50g gehackte Schokolade

1. Heize den Backofen auf 170° C Umluft vor. Rühre die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig. Gib dann ein Ei nach dem anderen dazu und rühre den Teig weiter schaumig.

2. Mische das Mehl mit Backpulver, Zimt, Kakao, Lebkuchengewürz und Nelken und hebe das Gemisch unter den Teig.

3. Rühre zuletzt den Rotwein und die gehackte Schokolade unter und fülle den Teig mit Hilfe eines Spritzbeutels in die gefettete und bemehlte Mini-Gugl-Backform.

4. Backe die kleinen Süßen für etwa 10 Minuten im Backofen, lass sie in der Form etwas auskühlen und löse sie vorsichtig heraus (bei mir kamen sie, trotz Metallform, ohne Probleme heraus).

5. Zum Abschluss kannst du ihnen mit Puderzucker noch ein Schnee-Häubchen verpassen oder wie wäre es mit einem schicken Schoko-Hut? Schon sind sie ausgehfein und hüpfen schwups in den Mund 🙂

Mohn-Vanille Mini-Gugl und die Frage der Fragen: Bin ich eine Klischeehausfrau?

Ich muss zugeben, neulich war ich zum 1. Mal in meinem Leben Gastgeberin einer Tupperparty. Das ganze hab ich mehr aus Mitleid entschieden, als aus Überzeugung daran, Gastgeberin sein zu wollen. Aber auf der Party zu der ich eingeladen war, fehlte halt nur noch eine Buchung, damit der Mikrowellen-Dampfgarer in den Besitz der Gastgeberin über ging und nachdem ich es nicht übers Herz gebracht habe (oder manchmal ein zu großes Herz besitze?!) hatte ich schwups meinen Kalender gezückt und schon einen Termin vereinbart.

Und dann, Anfang September war es soweit: Gäste waren eingeladen, Wohnzimmer aufgeräumt, Tisch ausgezogen,… und die Tupperfrau rückte mit all ihren Taschen voller Schüsseln, Dosen, Behältern, Küchen-Helfern,… an. Der Abend wurde dann sehr nett, für mich als Gastgeberin ist das ein oder andere heraus gesprungen und ich war schockiert überrascht, wie oft ich mich bei Sätzen wie: „Oh ja, das hab ich auch!“ „Ich mach das immer so…“ „Dafür eignet sich am besten der…“ erwischt habe. Und ich wollte es genau wissen und habe, nachdem die Party vorbei war, mal meine Küchenschränke durchgesehen und es gibt nahezu keine Türe oder Schublade, die man öffnen kann, ohne dass man darin etwas von Tupperware findet. Von Sparschäler über Schüttelbecher bis hin zu Vorrats- und Gewürzdosen findet sich alles bei mir! Und wenn die Bestellungen von der Party eingetroffen sind, kommen noch ein paar Dinge dazu, unter anderem eine neue Küchenschere,…

Jetzt bin ich natürlich gespannt, gibt es in eurer Küche auch Tupperware? Und habt ihr schon Erfahrungen mit Tupperpartys? Habt ihr ein Lieblings-Produkt oder ist das für euch überteuertes Plastik?

Ach ja und natürlich sollte es für meine Gäste, neben den Leckereien, die die Tupper-Beraterin gemacht hat, auch noch etwas selbstgebackenes geben und was wäre da besser geeignet als die bezaubernden Mini-Gugl. Diesmal mit Mohn und Vanille, nach einem Rezept aus dem Buch „Feine Kuchenpralinen“.

Mohn-Vanille-Gugl
(ergibt 18 Stück)

Zutaten:
1 Vanilleschote
80g Butter
65g Puderzucker
2 TL Vanille-Likör
1 EL Zitronensaft
Zitronenschalenabrieb von einer 1/2 Zitrone
2 Prisen Salz
2 Eier (Größe M)
65g Grieß
30g Mehl
20g Dampfmohn

evtl. weiße Kuvertüre oder Vanille-Guss zum überziehen

1. Heize den Backofen auf 180° C (Umluft) vor und fette die Mini-Gugl Form.

2. Gib die Butter in einen Topf und erhitze sie zusammen mit dem Puderzucker. Währenddessen kannst du die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Wenn die Buttergeschmolzen ist, gib den Vanille-Likör, Zitronensaft, Zitronenschalen-Abrieb, Vanillemark und Salz dazu und verrühre es gut.

3. Als nächstes gibst du die Eier dazu und verrührst auch sie gut (vorsicht, solltest du die Masse davor sehr heiß gemacht haben, besteht die Gefahr, dass das Ei stockt (das passiert bei 70° C).

4. Dann noch Mehl und Grieß mischen, zu der Masse geben und zum Schluss noch den Dampfmohn unterrühren. (Dampfmohn könnt ihr übrigens in der Backabteilung kaufen.)

5. Und schon könnt ihr den Teig, am besten mit Hilfe eines Spritzbeutels oder Gefrierbeutels, in die Form füllen und die süßen Kleinen im Ofen für ca. 13 Minuten backen.

6. Wenn sie etwas abgekühlt sind, könnt ihr ihnen zum Schluss noch ein Mützchen aus weißer Schokolade oder wonach euch sonst ist, verpassen!

Die kleinen kommen bei den Menschen in meinem Umfeld immer super gut an und sind der Renner! So auch auf der Party 😉
Die Bilder hat diesmal übrigens mein kleiner Bruder gemacht, nachdem ich mal wieder etwas knapp dran war mit backen und die ersten Gäste schon da waren. Und so hat er sich dazu bereit erklärt, sich Dinge zusammen gesucht um sie richtig in Szene zu setzen und  fleißig fotografiert. Und ich finde, er hat das wirklich gut gemacht! Danke! 🙂

Post aus meiner Küche – Teil 2

Nachdem ich euch hier neulich schon den herzhaften Teil meines Päckchens vorgestellt habe, schulde ich euch noch die Rezepte für die Linzerschnitten und die Triple-Choc Mini-Gugl!

Linzer-Schnitten
(reicht für eine 26er Springform)

Zutaten:
200g Mehl
1 TL Backpulver
125g Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 Msp Nelken
1 TL Zimt
125g gemahlene Nüsse
1 EL Kakao
125 g Butter
2 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
100g Himbeergelee

1. Vermische alle trockenen Zutaten miteinander, gib die Butter dazu und rühre es zu einer sandigen Masse. Dann gib das Ei und das Bittermandelaroma dazu und knete es zu  einen schönen Mürbteig. Stelle den Teig kühl.

2. Für das Gitter habe ich eine Gitterstanze, mit der wird es, vorausgesetzt, dass es gelingt, schön gleichmäßig. Ihr könnt aber auch von Hand die Streifen für ein Gitter schneiden.
Zuerst rollt ihr den Teig für das Gitter aus und bereitet es soweit vor. Dann rollt ihr den restlichen Teig für den Boden aus und gebt ihn in eine Springform.

3. Bestreicht den Teig mit dem Himbeergelee (ihr tut euch leichter, wenn ihr es davor warm macht) und gebt das Gitter darauf.

4. Backt die Linzer-Torte im Backofen bei 180° C Umluft für 25-30 Minuten. Danach lasst ihr das ganze gut auskühlen und könnt nach belieben Schnitten daraus schneiden oder das ganze als Kuchen servieren.

Triple-Choc Mini-Gugl
nach einem Rezept aus „Feine Kuchenpralinen“
(ergibt 18 Stück)

Zutaten:
50 g Butter
50 g Puderzucker
2 Prisen Salz
1 TL Haselnuss-Likör
1/2 EL Limettenschalen-Abrieb
1 Ei (Größe M)
1 EL Mehl
1 TL Kakao
60g Weichweizengrieß
30g weiße Kuvertüre
20g Zartbitterkuvertüre
10g Vollmilchkuvertüre

1. Heize den Backofen auf 180° C Umluft vor und fette die Mini-Gugl form.

2. Verrühre die weiche Butter mit Puderzucker, Salz, Haselnuss-Likör und Limettenschalen-Abrieb. Dann gibt das Ei dazu und rühre es zu einer geschmeidigen Masse.

3. Vermische Mehl mit Kakao und Grieß und rühre es in den Teig. Dann hebe zuletzt die gehackte Kuvertüre unter den Teig, fülle ihn in einen Spritzbeutel und befülle damit die Backform.

4. Backe das ganze für ca. 12 Minuten, lass es in der Form auskühlen und löse sie dann vorsichtig heraus.

Die Mini-Gugl schmecken wirklich wunderbar buttrig, sind außen schön knusprig und innen weich und haben eine tolle Konsistenz, nachdem hauptsächlich Grieß verwendet wird.

Ich bin verliebt: Kirsch-Mandel Mini-Gugl

Nachdem ich das letzte mal noch etwas kritisch gegenüber der süßen kleinen Mini-Gugl war, was den Arbeitsaufwand, Form fetten,… angeht, sind alle zweifel verflogen, denn sie wollen mir einfach nicht aus dem Kopf und so gab es kurzerhand letzte Woche als Pausenbrot-Ersatz ein paar süße Mini-Gugl!

Nachdem man ja gerade die Qual der Wahl am Obstregal hat, ist meine Entscheidung auf Kirschen gefallen, die sich super gut zu den Mandeln machen. Eigentlich sollte auch noch Marzipan mit in den Teig, ich dachte, ich hätte noch eines da, aber dem war nicht so, deswegen ohne und nicht minder lecker 🙂

Kirsch-Mandel Mini-Gugl
(reicht für eine Form mit 18 Stück)

Zutaten:
80g Butter
80g Puderzucker
2 TL Amaretto
2 Eier
2 EL feingemahlene Mandeln
90g Mehl
1 Msp Backpulver
90g kleingeschnittene Kirschen

1. Heize den Backofen auf 180°C Umluft vor und fette die Form mit Butter.

2. Verrühre die Butter mit dem Puderzucker und gib Amaretto und Eier dazu.

3. Verrühre die kleingeschnittenen Kirschen mit dem Mehl, dem Backpulver und den gemahlenen Mandeln und verrühre die Masse kurz mit dem Butter-Ei-Gemisch.

4. Dann fülle den Teig in einen Spritzbeutel (ein Gefrierbeutel tuts genauso) und fülle ihn damit in die Form.

5. Backe die süßen Mini-Gugl im Ofen für ca. 12-15 Minuten, dann rausholen, kurz abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen, auf einem Gitter auskühlen lassen und genießen!

 

Ich bin ihnen verfallen, du auch? Was ist deine Lieblings-Sorte?

Himbi-Amaretto Mini-Gugl

Nach langem hin und her überlegen, habe ich mir endlich eine Mini-Gugl-Backform gekauft. Eigentlich wollte ich ja kein Silikon, aber das war garnicht so einfach. Und weil ich es erstmal ausprobieren wollte und noch nicht gleich eine teure Form kaufen, bin ich dann doch wieder bei der Kombi aus Buch und Silikon-Form gelandet.

Und sie gefallen mir wirklich, die Kleinen, auch wenn der Aufwand mit Form fetten, mehlen, vorsichtig einfüllen,… ziemlich hoch ist und bestimmt nichts für jeden Tag. Dafür ist die Portion mit 18 Stück schön überschaubar, so dass man nicht noch Ewigkeiten lang Mini-Gugl essen muss darf 🙂

Das Rezept für meine Gugl-Premiere habe ich angelehnt an das Buch „Feine Kuchenpralinen“, das ich zusammen mit der Form gekauft habe.

Himbi-Amaretto Mini-Gugl
(für eine Form mit 18 Stück)

Zutaten:
50g Butter
50g Puderzucker
60g Mehl
3 EL Amaretto
1 Ei (mittelgroß)
70g Himbeeren
20g Sahne

1. Heize den Backofen auf 180°C Umluft vor. Fette die Gugl-Form und stäube sie mit Mehl aus.

2. Rühre die Butter mit Mehl und Puderzucker zu einer sandigen Masse. Verrühre in einer anderen Schüssel den Amaretto mit dem Ei und den evtl. kleingeschnittenen Himbeeren.

3. Gib das Ei-Gemisch zu der sandigen Masse und rühre solange, bis ein cremiger Teig entsteht.

4. Schlage die Sahne steif und hebe sie unter den Teig. Dann kannst du den Teig in die Form füllen und im Backofen 12-14 Minuten backen.

5. Dann in der Form noch kurz auskühlen lassen und vorsichtig heraus lösen und darüber freuen, wie niedlich sie aussehen 🙂