Rezension: Schlanke Küche vegetarisch

Im letzten Beitrag, in dem ich euch die leckeren Erbsen-Crostini vorgestellt habe, habe ich ja auch erzählt, dass ich momentan sehr wenig Appetit auf Fleisch habe und deswegen gerade sehr hauptsächlich vegetarische Kochbücher bei mir einziehen. Und nachdem mich der Wunsch nach ein paar Kilo weniger (was nicht so einfach ist, wenn man gerne Kuchen bäckt und bloggt) auch seit längerem begleitet, war das Buch mit dem Titel „Schlanke Küche vegetarisch“ von Margrit Sulzberger, erschienen im AT Verlag, ein absolutes Muss für mich!

Cover Schlanke Küche vegetarisch

Einführend in das Buch gibt es einen Theorieteil, mit dem ich in dieser Ausführlichkeit garnicht gerechnet habe. Ansatz des Buches ist es, dass wir nicht durch eine regulierung der zu uns genommenen Kalorien, sondern durch die Menge der zu uns genommenen Kohlehydrate abnehmen. Und so empfiehlt das Buch von 3 Mahlzeiten täglich bei nur einer Mahlzeit Kohlehydrate zu essen, wahlweise zum Frühstück oder zum Abendessen. Mittags ist immer kohlehydratfrei. Neben der Erklärung, warum das so ist gibt es Empfehlungen zum Einkauf bzw. was in der Voratskammer sein sollte und verschiedene Menü-Vorschläge. Dann geht es über zum Rezeptteil.

Erbsen-Crostini

Es gibt sowohl kohlehydratfreie als auch kohlehydrathaltige Rezepte und auch Rezepte, bei denen man die Wahl hat ob man eine kohlehydrathaltige Beilage dazu essen möchte. Unterteilt sind die Rezepte in „Salate und Rohkost“, „Suppen“, „Gemüse“, „Eier, Käse, Pilze, Tofu“, „Kartoffeln“, „Reis“, „Teigwaren“, „Getreide“, „Hülsenfrüchte“ und „Desserts“. Wie ihr schon merkt, weisen einige der Kategorien bereits darauf hin, dass darin hauptsächlich kohlehydrathaltige Rezepte zu finden sind. Das wäre auch eine Kritik, die ich an dem Buch hätte. Es empfiehlt eine Ernährung mit nur einer kohlehydrathaltigen Mahlzeit am Tag und von den 144 Rezepten darin sind 80 mit Kohlehydraten, 31 wahlweise mit oder ohne Kohlehydrate zu essen und nur 33 kohlehydratfreie Rezepte.

In den verschiedenen Rezepten findet man abwechslungsreiche Gerichte aus verschiedenen Länderküchen. Bei mir gab es neben den Erbsen-Crostinis bereits ein mediterranes Tomaten-Zucchini-Gratin, dass auch sehr lecker war. Und ein paar weitere Rezepte sind auch schon auf der Nachkoch-Liste, so z.B. ein indisches Kichererbsencurry oder Roten Reis mit Erbsen und Kräutern. Und auch das Grillgemüse vom Cover sieht zum anbeißen aus.

Zucchini-Tomaten-Gratin

Was ich etwas vermisse sind die Bilder zu jedem Rezept, das macht mir die Auswahl von einem Gericht immer einfacher. Und auch Frühstücksrezepte und insbesondere kohlehydratfreie Frühstücksrezepte fehlen mir in dem Buch.
Dafür sind die Rezepte alle kurz und knapp und gut verfasst und man kann schnell überreißen, wie das Rezept funktioniert und was dabei raus kommt. Das ist mir, wenn ich kein Bild zu dem Rezept habe, immer sehr wichtig.

Mein persönliches Fazit zum Buch: Als Kochbuch für figurfreundliche, vegetarische Rezepte finde ich das Buch gut und es wird einen Platz in meinem Kochbuchregal bekommen. Und würde ich eine Diät machen, wäre die Ernährung, die das Buch empfiehlt sicherlich etwas, was ich in Betracht ziehen würde.

 

Das Buch ist im AT-Verlag erschienen unter dem Titel: Schlanke Küche vegetarisch
ISBN: 978-3-03800-684-8

Ich danke dem AT-Verlag für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplars, meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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Rezension: Myriams Kuchen, Tartes & Co.

Von Myriam Zumbühl habe ich das erste Mal im Fernsehen gehört bzw. gesehen, als ich beim durchzappen bei Ihrer Sendung „Myriam und die Meisterbäcker“ hängengeblieben bin. In den Folgen hat sie bei Sprüngli einen wundervollen Schokoladenkuchen gebacken und zusammen mit Christine Ferber einen tollen Hefe-Gugelhupf. Und ich war sofort hin und weg.

Als ich dann mitbekommen habe, dass sie im AT-Verlag ein Buch veröffentlicht hat, war klar: Das muss ich haben!

9783038007456

Und ich wurde nicht enttäuscht:  Das Buch enthält sowohl süße, als auch herzhafte Back-Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Die Französische Apfel-Tarte (klick) und Cream-Cheese-Brownies habe ich bereits ausprobiert und beide haben mich überzeugt.

Die Rezepte sind bodenständig und ohne viele Schnörksel, unaufgeregt, aber nicht langweilig. Rezepte, die man gerne mit lieben Menschen an einer großen Kaffeetafel teilen möchte und die ein wohliges Gefühl auslösen. Bei vielen Rezepten gibt es auch noch einen Einleitungstext, in dem auf die Herkunft des Rezeptes eingegangen wird und/oder Appetit darauf gemacht wird.

Begleitend dazu gibt es zu jedem Rezept ein Bild. Auch diese unterstützen das wohlige Gefühl, das die Rezepte auslösen und man kann sich gut vorstellen, dass das Essen so auf dem Tisch einer großen Familie steht und alle gespannt darauf warten, dass das Gebäck angeschnitten wird.

Aufgeteilt ist das Buch in die vier Jahreszeiten. In jedem Kapitel sind, neben immerwährenden Rezepten, wie zum Beispiel den oben bereits genannten Cream-Cheese-Brownies, auch  Rezepte mit saisonalem Obst oder Gemüse zu finden. Mir persönlich sagt diese Aufteilung sehr zu, nachdem ich versuche, soweit wie möglich nur saisonales Obst und Gemüse zu verwenden.

Zu kritisieren habe ich an dem Buch nur Kleinigkeiten: Ich mag es, wenn bei der Backofen-Temperatur dabei steht, ob es Ober-Unterhitze oder Umluft ist, das findet man in diesem Buch leider nicht.
Und vor allem bei herzhaften Gerichten, wie zum Beispiel der Lauch-Calzone, vermisse ich die Angabe, für welche Menge das Rezept ausreicht. Erst auf den zweiten Blick, wenn man dann im Rezept-Text liest, kann man erkennen und abschätzen, für wie viel Personen das Rezept ausreicht.

Insgesamt überwiegen aber auf jeden Fall der positive Eindruck und die leckeren Rezepte, die ich daraus ausprobiert habe. Ich freue mich schon darauf, dass es Frühling und Sommer wird und ich dann auch noch die Rezepte aus diesen Kapiteln nachbacken kann.

Das Buch ist im AT-Verlag erschienen unter dem Titel: Myriams Kuchen, Tartes & Co.
ISBN: 978-3-03800-745-6

Ich danke dem AT-Verlag für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplars, meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.