Frühstückssause: Franzbrötchen

Während auf den meistenn Blogs schon fleißig die Weihnachtsbäckerei zu sehen ist, ist es im Hause der Zuckerbäckerin noch relativ unweihnachtlich… Aber heute wird das geändert, denn ich mache mich auf in den Keller und hole die großen, schweren Kisten voller Weihnachts-Deko herauf. Zugegeben, ein bisschen aufgeregt bin ich schon, denn ich entdecke jedes Jahr wieder Dinge in den Kisten, die ich schon wieder vergessen hatte und freue mich dann wie eine Schneekönigin über die wiederentdeckten Sachen. Das ist schon ein wunderbarer Vorgeschmack auf Weihnachten 🙂

Und am nächsten Samstag geht es dann in meiner Küche und hier auf dem Blog los mit dem Adventskalender:

Um für heute den passenden Duft zur Weihnachtsdeko in die Wohnung zu zaubern, gab es zum Frühstück leckere Franzbrötchen! Das Rezept habe ich vor einiger Zeit auf dem Blog von Julia entdeckt. Und da mein Liebster Hamburg und somit auch die Franzbrötchen für mich verlassen hat, gibt es die bei uns seitdem öfters mal zum Frühstück (auch wenn sie nicht genau wie die Franzbrötchen von Hamburger Bäckern schmecken, lecker und zimtig sind sie auf jeden Fall!)

Franzbrötchen
(ergibt je nach Größe etwa 10 Stück)

Zutaten:
500g Mehl
1 Würfel Hefe
200ml warme Milch
100g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei
Zimt

1. Gib das Mehl in eine Schüssel und forme in der Mitte eine große Mulde. Brösel in diese die Hefe hinein, überstreue sie mit 50g Zucker und gib die warme Milch darüber. Das lässt du dann an einem warmen Ort ca. 5-10 Minuten gehen.

2. Gib das Ei (zimmertemperatur) und 50g Butter zum Teig und knete es zu einem geschmeidigen Teig. Lass diesen an einem warmen Ort weitere 45 Minuten gehen.

3. Wenn der Teig schön aufgegangen ist, heizt du den Backofen auf 175° C Umluft vor und rollst den Teig etwa 5mm dick aus. Bestreiche die Teigfläche mit 50g flüssiger Butter (jenachdem wie groß deine Teigplatte ist, brauchst du ggf. auch mehr Butter) und bestreue es mit 50g Zucker und Zimt.

4. Dann rollst du den ganzen Teig auf und schneidest ihn in etwa 5cm breite rollen. Um die typische Form der Franzbrötchen zu bekommen, drückst du die Mitte der Rollen mit einem Kochlöffelstiel oder etwas ähnlichem nach unten. Dadurch drückt es an den Seiten die Schnecken etwas heraus. Dann kannst du das ganze mit der Handfläche insgesamt noch etwas plattdrücken.

5. Im Ofen brauchen die süßen Franzbrötchen dann etwa 15 Minuten, während sich ein wunderbarer, zimtiger Duft in der ganzen Wohnung ausbreitet! Yummie!

Rosenkohl-Hackfleisch-Tarte

Rosenkohl und ich, das ist… mhhh… wie Mr. Darcy und Elisabeth aus Stolz und Vorurteil. Als Kind mal probiert war schnell klar, wir zwei können uns nicht ausstehen, so bitter wie er mir begegnet ist…
Die Jahre sind vergangen, ich bin älter und größer geworden, aber meine Abneigung ist geblieben, egal ob er sich mir in Supermarktprospekten, Speisekarten,… angeboten hat. Für mich war klar: Mit diesem bitteren Gesellen will ich nichts zu tun haben!!!
Und dann hat er letztes Jahr einen erneuten Versuch gestartet und hat eines Abends, in der Gemüsetüte verpackt, an meiner Haustür geklingelt. Da saß er nun in meiner Küche und hat mich freundlich angelächelt. Da dachte ich mir: Wer so lächelt, der kann garnicht bitter sein! Und siehe da, schwups zubereitet war er wunderbar herb, garnicht bitter und aus einer tiefen Abneigung ist Liebe geworden! Happy End!

 

Zutaten:
150 g Dinkelmehl
1/2 TL Trockenhefe
1 Prise Salz
80 ml lauwarmes Wasser
1 TL Olivenöl

300g Rosenkohl

250g Hackfleisch
1 kleine Zwiebel
1,5 EL Süßer Senf

2 Eier
100ml Sahne
150ml Milch
120g geriebener Käse (z.B. Bergkäse)

Salz, Pfeffer, Zimt, Muskat

1. Mische Mehl, Trockenhefe und Salz und verknete sie mit Wasser und Olivenöl zu einem geschmeidigen Hefeteig. Lass ihn an einem warmen Ort mindestens 45 Minuten lang gehen.

2. Putze den Rosenkohl und gib ihn für etwa 10 Minuten in kochendes Salzwasser. Er soll nicht zu weich werden.

3. Brate in einer Pfanne in etwas Öl das Hackfleisch und die fein gewürfelte Zwiebel knusprig an. Lass es etwas abkühlen und würze es mit dem süßen Senf, Salz, Pfeffer und Zimt.

4. Verquirle die 2 Eier mit der Sahne und der Milch, gib den Käse dazu und würze die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat. (Vorsicht, nicht zu viel würzen, das Fleisch ist ja auch schon gewürzt!)

5. Heize den Backofen auf 180° C Umluft vor. Knete den Hefeteig noch einmal durch, rolle ihn aus und kleide die gefettete Tarteform damit aus und backe den Teig ohen Füllung für 5 Minuten. Währenddessen vermischst du den Rosenkohl mit dem Hackfleisch und der Eier-Käse-Masse und gibst das ganze in den vorgebackenen Boden. Dann nochmal für ca. 35 Minuten (je nach Ofen) backen und genießen! Guten Appetit!

Das Rezept habe ich bei Rock the Kitchen entdeckt und nach meinem Geschmack und Vorratsschrank abgewandelt 😉 Der Süße Senf passt – wie ich finde – wunderbar zu der herben Note vom Rosenkohl!

Frühstückssause: Birnen-Cranberry-Obazda

Während mir beim Begriff  „Obazda“ das Wasser im Mund zusammenläuft, mag das ein oder andere Nordlicht die Nase rümpfen oder Fragezeichen in den Augen haben. Und auch die Übersetzung vom Bayerischen ins Hochdeutsche: „Angebazter“ sagt nichts darüber aus, wie lecker ein richtig guter Obazda ist.

Eine feine Alternative zum Klassiker ist die Variante mit Birnen und Cranberrys. Auf die Idee mit den Birnen ist der Herr Schuhbeck gekommen, die hab ich übernommen und für die abgerundete, leicht süßliche Note haben sich noch Cranberrys zu den Birnen in die feine Käse-Mischung gemogelt und schon war sie fertig, der feine Brotaufstrich für jede Frühstücks-, Brunch- und Brotzeittafel.

Obazda mit Birnen und Cranberrys

Zutaten:
250g Weichkäse oder Brie (mild)
250g Frischkäse
5 EL Sahne
(2 EL Williams-Christ-Birnenbrand)
4 Lauchzwiebeln
3/4 Birne
1 Hand voll getrocknete Cranberrys
Salz, Pfeffer, Muskat

1. Schneide den Weichkäse in kleine Stückchen und zerdrücke ihn zusammen mit dem Frischkäse mit einer Gabel. (Daher der Name Obazda 😉 ). Rühre die Sahne und ggf. den Birnenbrand unter.

2. Schneide die Birne in kleine Würfelchen, hacke die Cranberrys klein und schneide die Lauchzwiebeln in feine Ringe.

3. Rühre Birnenstückchen, Cranberrys und die Lauchzwiebel-Ringe unter die Creme und schmecke sie mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat ab.

4. Fülle den Obazda in eine nette Schüssel und richte ihn mit ein paar Lauchzwiebel-Ringchen an. Und dann: An Guadn! wie wir in Bayern sagen (Hochdeutsch: Einen guten Appetit!) 🙂

 

Ankündigung: Blog-Adventskalender

Ich hab euch ja schon hier verraten, dass ich eifrig am tun und am planen bin und jetzt verrate ich euch auch, was ich denn genau tue:

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, einen Adventskalender zu machen. Das ist jetzt vielleicht keine Überraschende Sache für euch und vielleicht seid ihr selbst auch schon eifrig am basteln. Mein Adventskalender soll dieses Jahr aber nicht im Wohnzimmer hängen, sondern hier auf meinem Blog. Das heißt, für euch gibt es jeden Tag ein Rezept,… und ich freu mich, euch hier immer wieder zu sehen! 🙂

Grüße an den Suppenkasper: Kichererbsen-Lauch-Suppe

Die Herbst- und Winterzeit, wenn es draußen nass und kalt ist und früh dunkel wird, ist geradezu prädestiniert für warme Suppen. Passend dazu hat Sweet Trolley zur „Time für Soup“ aufgerufen.

Und passend dazu stand auf meiner Nachkoch-Liste schon seit längerem eine Kichererbsen-Lauch-Suppe, nach einem Rezept von Jamie Oliver. Ich hab sie jedoch mal wieder etwas abgewandelt und statt einer Gemüsebrühe das Suppengrün direkt mitgekocht. Wenn man daran denkt, die Kichererbsen rechtzeitig einzuweichen, würde ich es als eine Soulfood-Suppe mit ein wenig Schnibbel-Aufwand bezeichnen (was aber in meinem Fall vielleicht auch daran lag, dass ich das Suppengrün gerne akurat gewürfelt haben wollte 🙂 ). Wenn ihr die Suppe püriert, geht das schnibbeln am Anfang bestimmt auch schneller!

Kichererbsen-Lauch-Suppe
(reicht für 2-3 Personen)

Zutaten:
175g Kichererbsen
2 Stangen Lauch
1 kleine Schale Suppengrün
1 mittelgroße Kartoffel
1 Knoblauchzehe

1. Weiche die Kichererbsen über Nacht ein. (Alternativ kannst du auch welche aus der Dose nehmen, aber beachte, das diese schwerer sind und du somit mehr als 175g nehmen solltest.) Gieße das Einweich-Wasser der Kichererbsen ab und spüle sie mit kaltem Wasser ab.

2. Schäle die Kartoffel und schneide sie in kleine Stücke. Koche die Kichererbsen zusammen mit den Kartoffelstückchen in einem Topf mit heißem Wasser, bis sie weich sind.

3. Schneide das Suppengrün, Knoblauch und Lauch klein und dünste sie in einem großen Topf in heißem Öl an, bis der Lauch an Volumen verliert. Dann gibst du die weichgekochten Kichererbsen und Kartoffelstückchen (ohne Kochwasser) dazu, dünstest sie noch kurz mit an und gießt das ganze dann mit ca. 500ml Wasser auf.

4. Lass die Suppe etwa für 15 Minuten kochen. Wenn dabei zu viel Flüssigkeit verdunstet, kannst du nochmal nachgießen (ich hab nochmal fast 500ml hinzugegeben). Dann schmeckst du die Suppe noch mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wahl ab und kannst sie genießen. Guten Appetit!


Easy-Peasy Kürbis-Hack-Auflauf

Huch, jetzt ist es schon wieder eine Woche her, dass ich den letzten Artikel geschrieben habe. Was nicht heißt, dass ich untätig bin, ich arbeite nämlich eifrig an einer Überraschung für euch! Ihr müsst euch aber noch ein bisschen gedulden, mitte des Monats verrate ich euch mehr!

Bis dahin hab ich aber mal wieder ein Kürbis-Rezept für euch. Ich dachte immer, Kürbis kann man nie genug haben, aber so langsam schleicht sich bei mir eine gewisse Trägheit in der Küche ein, wenn es um Kürbisse geht. Vielleicht habe ich es in der letzten Zeit aber auch einfach ein bisschen übertrieben 😉
Jetzt liegt noch ein einsamer Butternut-Kürbis in meiner Küche, dem gehts am Wochenende noch an den Kragen und dann mal sehen, wie lange es dauert, bis der nächste Kürbis in meinem Einkaufswagen liegt!

Hier jetzt aber erstmal für alle, die nicht an einer Kürbis-Trägheit leiden, ein easy-peasy, leckeres Rezept für einen Kürbis-Hack-Auflauf. Ein Essen für den Feierabend, oder aber auch für Gäste, ein entspanntes Essen am Wochenende,… Denn während der Auflauf im Ofen ist, hat man ratz-fatz die Küche aufgeräumt und nach dem Essen Zeit für die schönen Dinge des Lebens!

Kürbis-Hack-Auflauf
(für 3-4 Personen, je nach Hunger)

Zutaten:
1/2 Hokkaido-Kürbis
600g Hackfleisch
2 kleine Zwiebeln
2 Dosen Tomaten (je 240g Abtropfgewicht)
1 EL Tomatenmark
100g geriebenen Käse (z.B. Bergkäse)
Thymian, Salz, Pfeffer, Muskat, Zucker, Zimt

1. Wasche den Kürbis, entferne die Kerne und schneide ihn in Stücke (ich hab Spalten geschnitten und diese in der Mitte nochmal halbiert).

2. Heize den Backofen auf 170° C Umluft vor. Brate das Hackfleisch in etwas Öl in einer Pfanne schön krümelig. Dann gib die Zwiebeln dazu und brate sie kurz mit. Gib die Tomaten hinzu und lass das ganze aufkochen. Dann schmeckst du die Soße mit 1 EL Tomatenmark, Thymian, Muskat, Zucker, Zimt, Salz und Pfeffer ab.

3. Gib die Kürbis-Stückchen in eine Auflaufform und gib die Soße darüber. Dann mischst du alles vorsichtig noch etwas durch und gibst das ganze für vorerst 20 Minuten in den Ofen.

4. Nach 20 Minuten bestreust du den Auflauf mit dem geriebenen Käse und gibst ihn für weitere 20 Minuten in den Backofen.

5. Und schon ist der Auflauf fertig! Wenn du willst, kannst du dazu frisches Chiabatta, Stampfkartoffeln,… servieren oder ihn einfach so essen! Guten Appetit!