Schokoladiger gehts nicht – Slutty Brownies

Als ich im August voller Freude die neuerschienene Lecker Bakery Vol. II dorchgeblättert habe, ist mir bei diesem Rezept schon beim Anblick des Fotos das Wasser im Mund zusammen gelaufen und als mein Blick dann auf die Zutaten-Liste gefallen ist, war klar: Dieses Rezept MUSS auf meine Nachbackliste, das MUSS ich einfach essen!
Außerdem bin ich vor kurzem über hochwertige Fairtrade-Kuvertüre von Zotter gestolpert, die ich mir für ein leckeres, besonderes Gebäck aufgehoben habe und hier hatte ich ein Rezept, um alle  feinen Sachen zusammenzuführen: Kuvertüre, Oreos, Brownies, Cookies,…

Und letztes Wochenende war es jetzt soweit. Nachdem der Herbst sichtbar Einzug hält, es draußen immer öfters kalt und nass ist, wächst auch mein Appetit auf schwere, schokoladige Kuchen wieder und so hat sich am Samstag ein wunderbarer Duft in der Wohnung ausgebreitet und hat allein durch den Duft eine wohlige Wärme verbreitet.
Der 1. Bissen war grandios! Das Muss man wirklich gegessen haben 🙂

Und deswegen hier das Rezept! (ich habe nur die halbe Menge aus der Lecker Bakery gemacht und es hat gut gereicht, dass 5 Personen 2x davon essen konnten, denn mehr als ein kleines Stückchen auf einmal geht nicht 🙂 )

Slutty Brownies (aus der lecker Bakery)
(für eine Form mit 20×13 cm oder eine 18cm Springform)

Zutaten:
130g Zartbitter-Kuvertüre
190g weiche Butter
230g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
230g Mehl
1/2 TL Backpulver
2 Prisen Salz
Oreo-Kekse (ich hab 9 Stück verwendet)

1. Für den Cookie-Boden schlägst du 90g Zucker und 65g weiche Butter mit 1 Prise Salz cremig auf. Dann musst du ein halbes Ei zu der Masse geben (Dazu schlägst du ein Ei in eine Tasse, verquirlst es, damit das Eigelb mit dem Eiweiß gut vermischt ist und gibst die Hälfte davon zum Teig).
Zum Schluss hebst du 90g Mehl vermischt mit dem 1/2 TL Backpulver, sowie 30g gehackte Kuvertüre unter.

2. Währendessen kannst du für den Brownie-Teig schonmal langsam über dem Wasserbad die restlichen 100g Kuvertüre mit 125g Butter schmelzen. Und den Backofen auf 150° C Umluft vorheizen.

3. Die restlichen 1,5 Eier, 40g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker schaumig rühren, dann die etwas abgekühlte, geschmolzene Kuvertüre-Butter-Mischung unterrühen und zum Schluss 40g Mehl mit einer Prise Salz unterheben.

4. In die Form gibst du dann zunächst den Cookie-Teig und drückst ihn am Boden gleichmäßig platt. Dann verteilst du die Oreo-Kekse gleichmäßig darauf und gibst zum Schluss den Brownie-Teig darauf und streichst ihn glatt.

5. Dann gibst du es für ca. 25 Minuten in den Backofen und kannst beim Schoko-Duft schonmal träumen 🙂

Mohn-Vanille Mini-Gugl und die Frage der Fragen: Bin ich eine Klischeehausfrau?

Ich muss zugeben, neulich war ich zum 1. Mal in meinem Leben Gastgeberin einer Tupperparty. Das ganze hab ich mehr aus Mitleid entschieden, als aus Überzeugung daran, Gastgeberin sein zu wollen. Aber auf der Party zu der ich eingeladen war, fehlte halt nur noch eine Buchung, damit der Mikrowellen-Dampfgarer in den Besitz der Gastgeberin über ging und nachdem ich es nicht übers Herz gebracht habe (oder manchmal ein zu großes Herz besitze?!) hatte ich schwups meinen Kalender gezückt und schon einen Termin vereinbart.

Und dann, Anfang September war es soweit: Gäste waren eingeladen, Wohnzimmer aufgeräumt, Tisch ausgezogen,… und die Tupperfrau rückte mit all ihren Taschen voller Schüsseln, Dosen, Behältern, Küchen-Helfern,… an. Der Abend wurde dann sehr nett, für mich als Gastgeberin ist das ein oder andere heraus gesprungen und ich war schockiert überrascht, wie oft ich mich bei Sätzen wie: „Oh ja, das hab ich auch!“ „Ich mach das immer so…“ „Dafür eignet sich am besten der…“ erwischt habe. Und ich wollte es genau wissen und habe, nachdem die Party vorbei war, mal meine Küchenschränke durchgesehen und es gibt nahezu keine Türe oder Schublade, die man öffnen kann, ohne dass man darin etwas von Tupperware findet. Von Sparschäler über Schüttelbecher bis hin zu Vorrats- und Gewürzdosen findet sich alles bei mir! Und wenn die Bestellungen von der Party eingetroffen sind, kommen noch ein paar Dinge dazu, unter anderem eine neue Küchenschere,…

Jetzt bin ich natürlich gespannt, gibt es in eurer Küche auch Tupperware? Und habt ihr schon Erfahrungen mit Tupperpartys? Habt ihr ein Lieblings-Produkt oder ist das für euch überteuertes Plastik?

Ach ja und natürlich sollte es für meine Gäste, neben den Leckereien, die die Tupper-Beraterin gemacht hat, auch noch etwas selbstgebackenes geben und was wäre da besser geeignet als die bezaubernden Mini-Gugl. Diesmal mit Mohn und Vanille, nach einem Rezept aus dem Buch „Feine Kuchenpralinen“.

Mohn-Vanille-Gugl
(ergibt 18 Stück)

Zutaten:
1 Vanilleschote
80g Butter
65g Puderzucker
2 TL Vanille-Likör
1 EL Zitronensaft
Zitronenschalenabrieb von einer 1/2 Zitrone
2 Prisen Salz
2 Eier (Größe M)
65g Grieß
30g Mehl
20g Dampfmohn

evtl. weiße Kuvertüre oder Vanille-Guss zum überziehen

1. Heize den Backofen auf 180° C (Umluft) vor und fette die Mini-Gugl Form.

2. Gib die Butter in einen Topf und erhitze sie zusammen mit dem Puderzucker. Währenddessen kannst du die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Wenn die Buttergeschmolzen ist, gib den Vanille-Likör, Zitronensaft, Zitronenschalen-Abrieb, Vanillemark und Salz dazu und verrühre es gut.

3. Als nächstes gibst du die Eier dazu und verrührst auch sie gut (vorsicht, solltest du die Masse davor sehr heiß gemacht haben, besteht die Gefahr, dass das Ei stockt (das passiert bei 70° C).

4. Dann noch Mehl und Grieß mischen, zu der Masse geben und zum Schluss noch den Dampfmohn unterrühren. (Dampfmohn könnt ihr übrigens in der Backabteilung kaufen.)

5. Und schon könnt ihr den Teig, am besten mit Hilfe eines Spritzbeutels oder Gefrierbeutels, in die Form füllen und die süßen Kleinen im Ofen für ca. 13 Minuten backen.

6. Wenn sie etwas abgekühlt sind, könnt ihr ihnen zum Schluss noch ein Mützchen aus weißer Schokolade oder wonach euch sonst ist, verpassen!

Die kleinen kommen bei den Menschen in meinem Umfeld immer super gut an und sind der Renner! So auch auf der Party 😉
Die Bilder hat diesmal übrigens mein kleiner Bruder gemacht, nachdem ich mal wieder etwas knapp dran war mit backen und die ersten Gäste schon da waren. Und so hat er sich dazu bereit erklärt, sich Dinge zusammen gesucht um sie richtig in Szene zu setzen und  fleißig fotografiert. Und ich finde, er hat das wirklich gut gemacht! Danke! 🙂

Post aus meiner Küche – Teil 2

Nachdem ich euch hier neulich schon den herzhaften Teil meines Päckchens vorgestellt habe, schulde ich euch noch die Rezepte für die Linzerschnitten und die Triple-Choc Mini-Gugl!

Linzer-Schnitten
(reicht für eine 26er Springform)

Zutaten:
200g Mehl
1 TL Backpulver
125g Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 Msp Nelken
1 TL Zimt
125g gemahlene Nüsse
1 EL Kakao
125 g Butter
2 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
100g Himbeergelee

1. Vermische alle trockenen Zutaten miteinander, gib die Butter dazu und rühre es zu einer sandigen Masse. Dann gib das Ei und das Bittermandelaroma dazu und knete es zu  einen schönen Mürbteig. Stelle den Teig kühl.

2. Für das Gitter habe ich eine Gitterstanze, mit der wird es, vorausgesetzt, dass es gelingt, schön gleichmäßig. Ihr könnt aber auch von Hand die Streifen für ein Gitter schneiden.
Zuerst rollt ihr den Teig für das Gitter aus und bereitet es soweit vor. Dann rollt ihr den restlichen Teig für den Boden aus und gebt ihn in eine Springform.

3. Bestreicht den Teig mit dem Himbeergelee (ihr tut euch leichter, wenn ihr es davor warm macht) und gebt das Gitter darauf.

4. Backt die Linzer-Torte im Backofen bei 180° C Umluft für 25-30 Minuten. Danach lasst ihr das ganze gut auskühlen und könnt nach belieben Schnitten daraus schneiden oder das ganze als Kuchen servieren.

Triple-Choc Mini-Gugl
nach einem Rezept aus „Feine Kuchenpralinen“
(ergibt 18 Stück)

Zutaten:
50 g Butter
50 g Puderzucker
2 Prisen Salz
1 TL Haselnuss-Likör
1/2 EL Limettenschalen-Abrieb
1 Ei (Größe M)
1 EL Mehl
1 TL Kakao
60g Weichweizengrieß
30g weiße Kuvertüre
20g Zartbitterkuvertüre
10g Vollmilchkuvertüre

1. Heize den Backofen auf 180° C Umluft vor und fette die Mini-Gugl form.

2. Verrühre die weiche Butter mit Puderzucker, Salz, Haselnuss-Likör und Limettenschalen-Abrieb. Dann gibt das Ei dazu und rühre es zu einer geschmeidigen Masse.

3. Vermische Mehl mit Kakao und Grieß und rühre es in den Teig. Dann hebe zuletzt die gehackte Kuvertüre unter den Teig, fülle ihn in einen Spritzbeutel und befülle damit die Backform.

4. Backe das ganze für ca. 12 Minuten, lass es in der Form auskühlen und löse sie dann vorsichtig heraus.

Die Mini-Gugl schmecken wirklich wunderbar buttrig, sind außen schön knusprig und innen weich und haben eine tolle Konsistenz, nachdem hauptsächlich Grieß verwendet wird.

Post aus meiner Küche – Teil 1

So, nachdem das Paket für Steffi etwas länger mit der Post gebraucht hat, ist es jetzt auch angekommen und ich kann euch zeigen, was ich in der Küche gezaubert habe 🙂

Wie ihr vielleicht auf dem Foto schon erkennen könnt, gab es bei mir ein herzhaftes Körbchen mit einem Zupfbrot im Glas und ofengetrockneten Tomaten in Öl und zum Nachtisch Linzer-Schnitten und Triple-Choc Mini-Gugl.

Die süßen Rezepte gibts in den nächsten Tagen, zunächst stelle ich euch das herzhafte Körbchen näher vor:

Herzhaftes Zupfbrot im Glas
(reicht für 2-3 Gläser oder eine kleine Auflaufform)

Zutaten:
375g Mehl
1/2 Pck Trockenhefe
225ml warmes Wasser
0,5 TL Zucker
0,5 EL Salz
2,5 EL Öl

Für die Füllung:
1/2 Rolle Kräuterbutter
1/2 Pck Zwiebelsuppe (Tüte)
1/2 Pck Frischkäse
2 EL geriebenen Bergkäse

1. Vermische das Mehl mit der Trockenhefe, Zucker und Salz. Dann gib nach und nach das warme Wasser und das Öl dazu und verknete es zu einem geschmeidigen Teig. Diesen lässt du dann mindestens 1 Stunde lang an einem warmen Ort gehen.

2. Kurz bevor der Teig fertig gegangen ist, kannst du die Kräuterbutter schmelzen und die Zwiebelsuppe, Frischkäse, geriebenen Käse und was du sonst noch dazugeben möchtest, verrühren. (Gut macht sich z.B. auch Speck, Schafskäse, Kräuter, angebratene Zwiebeln,…)

3. Knete den Hefeteig nochmal gut durch und rolle ihn ca. 7mm dick aus. Bestreiche den Teig mit der Füllung, schneide ihn in Rechtecke (meine waren ca. 4×8 cm groß) und falte die Rechtecke in der Mitte (bei mir waren sie dann noch 4×4 cm).

4. Stelle die Rechtecke dann aufrecht in die gefettete Auflaufform oder die Einmachgläser, so dass der Knick nach oben zeigt und die offene seite nach unten. Backe das ganze dann bei 180° C Umluft für ca. 45 Minuten. Wichtig ist, dass du das ganze dazu zudeckst, also entweder benutzt du eine Auflaufform mit Deckel oder du deckst es mit Alufolie ab. (Ein Tipp dazu: Bei mir ist die Füllung dann an der Seite der Alufolie nach unten auf den Boden des Backofens getropft. Deswegen am besten unter die Gläser noch eine Schale stellen, die spült/putzt sich leichter als der Backofen 😉 )

5. Wenn du es im Glas gebacken hast: Verschließe die Gläser gleich nachdem du sie aus dem Ofen geholt hast!

Das Brot ist immer wieder der Renner bei Grillpartys,… und außer der Zeit, die der Hefeteig zum gehen braucht, auch schnell gemacht!

Ofengetrocknete Tomaten in Öl
nach einem Rezept aus „Geschenkideen aus der Küche“
(ergibt 400ml)

Zutaten:
500g bunte Kirschtomaten (möglichst gleich groß)
ca. 250ml Olivenöl
Fleur de Sel
Thymian

1. Heize den Backofen auf 100° C Umluft vor. Wasche die Tomaten gründlich, trockne sie ab und halbiere sie.

2. Lege die Tomaten mit der Schnittfläche nach Oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, würze sie mit ein bisschen Salz und Thymian nach Wunsch und lass sie im Ofen langsam trocknen. Bei mir hat das ca. 3,5 Stunden gedauert, aber die Zeit hängt vom Backofen, der größe der Tomaten,… ab und du kannst die Tomaten auch bei bis zu 130° C heiß trocknen oder nur bei 80° C, dabei variiert die trockenzeit natürlich auch stark.

3. Wenn die Tomaten schrumpelig, aber nicht komplett ausgetrocknet sind, kannst du sie aus dem Backofen holen, in 1-2 sterilisierte Gläser geben und mit Olivenöl aufgießen.

Und schon ist die kleine Leckerei fertig und kann vielseitig eingesetzt werden. Sei es zum Picknick, zur Brotzeit oder auch in mediteranen Gerichten, Nudelsoßen,…

Post aus Steffis Küche

Nachdem sich unser Tausch ein wenig nach hinten verschoben hat, nachdem meine Tauschpartnerin Steffi und ich uns eigentlich persönlich treffen wollten, das dann aber doch nicht geklappt hat, habe ich gestern ein wunderbares Päckchen von ihr bekommen, das mit wunderbaren Sachen gefüllt war!

Neben einem Buch, in dem Steffi mir die Rezepte mitgeschickt hat, habe ich folgendes bekommen:
„Zucchini Napoli“-Antipasti, Pesto-Tomaten-Schnecken, „Poca“-Türkische Hörnchen, Möhrenkuchen und Holundersirup

Und ein weiteres Highlight ist, dass Obst und Gemüse komplett aus Steffis Garten kommt und die Eier von den eigenen Hühnern!

Über die Pesto-Tomaten-Schnecken habe ich mich dann gleich am Abend hergemacht und sie waren wirklich super, super lecker 🙂
Die anderen Sachen werden in den nächsten Tagen verkostet!

An dieser Stelle auch nochmal ein riesengroßes Danke an Steffi für das leckere Päckchen, dass von der Auswahl her voll meinen Geschmack getroffen hat!